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Freitag, Januar 30, 2026

Studie: TV in Corona-Zeiten wichtiger

Das Fernsehgerät ist in deutschen Haushalten in Corona-Zeiten einer Studie zufolge wieder etwas wichtiger geworden.

Das Fernsehgerät ist in deutschen Haushalten in Corona-Zeiten einer Studie zufolge wieder etwas wichtiger geworden. «58 Prozent der Personen ab 14 Jahren in Deutschland nennen den TV-Bildschirm als wichtigstes Gerät zur Videonutzung. Das entspricht über einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, womit der rückläufige Trend der letzten Jahre gestoppt wurde», heißt es im neuen Digitalisierungsbericht Video der Medienanstalten, der am Montag veröffentlicht wurde. 2016 lag der Wert noch bei gut 66 Prozent, 2018 bei 63 Prozent, 2019 bei fast 57 Prozent. Die Autoren betonen aber, dass die Rückkehr an den Big-Screen vor dem Hintergrund der speziellen Situation in diesem Jahr betrachtet werden müsse. «Ob der Trend zurück zum Fernsehgerät auch in Zukunft anhält, bleibt daher abzuwarten.»

In Corona-Zeiten hat auch die tägliche Nutzung von klassischem TV-Programm – damit ist das fortlaufende Programm der Sender gemeint – nach Jahren wieder zugenommen, wie aus der repräsentativen Befragung weiter hervorgeht. 69 Prozent schauten jeden Tag lineares Fernsehen. 2019 waren es noch 64 Prozent und im Jahr davor 66 Prozent gewesen. Deutlich stärker ist der Anstieg bei der Videonutzung im Internet: Fast 42 Prozent sehen sich mittlerweile täglich im Netz Bewegtbild an. 2019 waren es 22 Prozent und 2016 noch 8 Prozent, wie die Studie auflistet.

Bei der Nutzung von Streaming-Diensten führte Netflix in den Befragungen die Liste an. Etwa ein Drittel (32 Prozent) der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland sieht sich mindestens einmal pro Monat Netflix-Inhalte an. Dahinter liegen die Plattformen Amazon Prime Video mit gut 25 Prozent und Disney+ mit mehr als 11 Prozent. Die Landesmedienanstalten veröffentlichen jedes Jahr den Digitalisierungsbericht mit dem aktuellen Stand der Fernseh- und Videonutzung in Deutschland. Die Anstalten in den Bundesländern beaufsichtigen den privaten Rundfunk und Medieninhalte im Internet. Sie sind unabhängige Stellen. Die Medienregulierer stellten den Bericht auf dem Branchentreffen Münchner Medientage vor. (dpa)

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