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Montag, Oktober 3, 2022

Rücksendungen im Online-Handel nicht mehr kostenlos

Laut einer neuen EU-Richtlinie müssen Kunden die Kosten für Online-Retouren künftig selbst übernehmen. Drei Viertel der Etailer will dies auch an die Verbraucher weitergeben.

Rücksendungen im Online-Handel nicht mehr kostenlos
Viele Kunden bestellen einfach mal Waren im Internet und planen die bislang kostenlose Rücksendung mit ein. Das wird bei vielen Online-Händlern künftig nicht mehr möglich sein:   Laut einer neuen EU-Richtlinie dürfen Etailer die Kosten für Retouren den Verbrauchern in Rechnung stellen. Drei Viertel der Etailer wollen dies dann auch umsetzen, so eine aktuelle Studie der Universität Regensburg. 

Für den Online-Handel sind die Rücksendungen kostenintensiv: Vier von zehn Kunden kalkulieren die Rücksendung beim Kauf bereits ein, so die Studie. Neben anderen Gründen, warum Kunden ihre bestellten Waren wieder zurücksenden, haben knapp 40 Prozent der Online-Händler angegeben, dass ihre Kunden sich mehrere Varianten zur Auswahl bestellen. Alarmierend: Fast 40 Prozent der Etailer kennen die Kosten für ihre Retouren nicht. Über ein Drittel der Händler können die bei ihnen durch Retouren verursachten Kosten nicht einmal einschätzen. 

Es ist davon auszugehen, dass Branchengrößen wie beispielsweise Amazon ihre Rücknahmepolitik nicht auf Grund der neuen EU-Richtlinie ändern werden. Der Branchenprimus erkauft sich bereits durch die kostenlose Lieferung Marktanteile. Bei Artikeln über 40 Euro ist die Rücksendung bei Amazon bislang kostenlos.

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