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Sonntag, Juni 26, 2022

Auf diese neuen Segmente konzentriert sich Ingram Micro

Ingram Micro gab auf der IM.TOP einen Überblick über die neuen Geschäftsbereiche, auf die sich der Broadliner konzentriert. Zulegen konnte der im vergangenen Jahr gestartete Cloud-Marktplatz.

Ausgehend vom Bereich Rechenzentrum/Big Data habe sich Ingram Micro in den vergangenen Jahren in angrenzenden Segmenten weiterentwickelt, wie Deutschland-Chef Ernesto Schmutter am Rand der Hausmesse IM.TOP betont. Dazu zählten beispielsweise Physical Security (2010), UCC (2012) oder Energy Saving Technologies (2014). «Im vergangenen Jahr haben wir auf der IM.TOP die digitale Transformation in den Mittelpunkt gestellt. Seitdem sind wir dabei, unsere Reseller mit diesem Thema vertraut zu machen», ergänzt Klaus Donath, der bei Ingram den Value-Bereich verantwortet. Dazu zählen verschiedene Workshops, Trainings und neue Zertifizierungen für die Partner. Im vergangenen Jahr hat der Broadliner den Cloud-Marktplatz mit vier Services und vollautomatisierten Prozessen gestartet. Seitdem gab es einige Neuerungen: So ist beispielsweise ab sofort im Marketplace der Bankeinzug möglich. Der «Cloud Store» ermöglicht zudem die volle Marketplace-Funktionalität als White-Label-Lösung für den Handel. Dadurch können Partner die Cloud-Lösung unter ihrem eigenen Brand vermarkten. Das Portfolio umfasst mittlerweile 13 Herstellerpartner, darunter Nfon, Symantec und neuerdings Dropbox.

Eine «ganz kleine Business Unit», wie es Ernesto Schmutter formuliert, ist der Bereich 3D-Druck. «3D Technology» umfasst Datenerfassung, Druckvorbereitung und den finalen Ausdruck. Dabei «beobachtet» der Distributor noch den Consumer-Bereich. «Hier fehlt noch die Killerapplikation», so Rudolf Ehrmanntraut, der bei Ingram die Unit verantwortet. Somit konzentriert sich der Grossist vorläufig auf das Professional-Segment mit den Partnern Leapfrog, German RepRap oder SLS. Auf der Messe stellt Ingram außerdem seine «Lifecycle Services» vor. Der Bereich wurde durch die Übernahme der Flensburger Datrepair im Jahr 2014 an den Start gebracht. «Das ist ein absoluter Mehrwert für unsere Partner», ist Schmutter überzeugt. Zu den Lösungen gehören eine Garantie-Erweiterung, Vorwärtslogistik, Reparaturen, Wiederherstellung/Aufbereitung und Wiederverwendung/Entsorgung.

Die Übernahme durch den chinesischen HNA-Konzern habe noch keine Auswirkung auf das Deutschland-Geschäft des Grossisten. «Wir sind der einzige Distributor im Portfolio von HNA. Ich rechne auch künftig nicht damit, dass es zu Veränderungen im operativen Geschäft kommen wird», führt Schmutter aus. Der Deutschland-Chef rechnet damit, dass die Übernahme im Juli/August vollzogen wird. 

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