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Donnerstag, Juni 30, 2022

Sony beendet Durststrecke

Sony hat nach einer Durststrecke wieder ein Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen geschafft. Ein Segment wird zum Hoffnungsträger.

Sony hat nach einer Durststrecke wieder ein Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen geschafft. Obwohl es im Schlussquartal einen Verlust gab, verdiente der japanische Elektronikriese in dem Ende März abgeschlossenen Finanzjahr noch 147 Milliarden Yen (rund 1,2 Milliarden Euro). Die Spielekonsole Playstation wird für Sony als tragende Säule immer wichtiger, während das lange Zeit lukrative Geschäft mit Kamera-Sensoren unter der Flaute im Smartphone-Markt litt. Auf das Geschäft mit den Kamera-Modulen musste Sony zuletzt 59,6 Milliarden Yen (480 Millionen Euro) abschreiben – und das verhagelte auch die Zahlen der vergangenen drei Monate. Konzernweit gab es einen operativen Verlust von knapp 93 Milliarden Yen. Der Umsatz der Sparte mit den Kamera-Sensoren fiel um 15,5 Prozent auf 190 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro). Kamera-Module für Smartphones sind in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen und ertragreichen Säule des Sony-Geschäfts geworden. Sie stecken in Modellen vieler Hersteller, unter anderem auch bei Samsung und in Apples iPhones. Aber im ersten Quartal dieses Jahres wuchs der Markt nicht mehr, was auch Sony als Zulieferer zu spüren bekam. Mit eigenen Smartphones ist der japanische Konzern ohnehin nur noch ein kleiner Player.

Im Spielegeschäft sprang der Quartalsumsatz dagegen um neun Prozent auf 315,5 Milliarden Yen (2,57 Milliarden Euro) hoch. Sony hat große Pläne für den Herbst: Dann kommt die Spezialbrille Playstation VR auf den Markt, mit der Nutzer von Sonys Spielekonsole in virtuelle Welten eintauchen können. Sony verkaufte bisher über 35 Millionen Geräte von seiner aktuellen Konsole Playstation 4 – deutlich mehr als die Rivalen Microsoft und Nintendo. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Absatz der Playstation 4 von 14,8 auf 17,7 Millionen Geräte. Die Elektronik-Sparte, die in der Vergangenheit immer wieder für hohe Verluste gesorgt hatte, bekam Konzernchef Kazuo Hirai nach einer harten Sanierung auf Jahressicht in die schwarzen Zahlen. Sonys Geschäft mit Musik und Filmen hat sich schon länger als stabiler Gewinnbringer etabliert.

Der Konzern wagt noch keine Prognose für das angebrochene Geschäftsjahr, da zunächst die Auswirkungen der kürzlichen Erdbebenkatastrophe im Südwesten Japans abgewogen werden müssten. Die vergangenen beiden Geschäftsjahre hatte Sony inmitten einer harten Sanierung mit roten Zahlen abgeschlossen, zuletzt hatte es ein dickes Minus von 125,9 Milliarden Yen gegeben. Der Umsatz sank im vergangenen Geschäftsjahr um 1,3 Prozent auf 8,2 Billionen Yen. (dpa)

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