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Montag, August 15, 2022

Intel: Kein zweistelliges Wachstum bei Rechenzentren

Intel hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert. Doch die Erlöse in der Sparte für Rechenzentren sollen nicht wie geplant zweistellig zulegen.

Brian Krzanich
Der Chip-Riese Intel hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert – dennoch reagierten Anleger enttäuscht auf die Zahlen. Die Erlöse kletterten verglichen mit dem Vorjahreswert um neun Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar (14,4 Milliarden Euro), wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Unter dem Strich verdiente Intel 3,4 Milliarden Dollar. Auch das entspricht einem Anstieg von neun Prozent im Jahresvergleich. Trotzdem fiel die Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise um bis zu fünf Prozent. Analysten hatten mit einem wesentlich optimistischeren Geschäftsausblick gerechnet. Intel prognostizierte für das laufende vierte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang auf 15,7 Milliarden Dollar und lag damit deutlich unter den Erwartungen der Finanzprofis. Das Unternehmen, dessen Chips in unzähligen Computern weltweit stecken, tut sich schon länger mit schwacher Nachfrage von PC-Herstellern schwer, auch wenn die Erlöse in der Kernsparte zuletzt wieder deutlich stiegen.

Im April hatte Intel angekündigt, bis Mitte 2017 weltweit 12.000 Stellen und damit elf Prozent der gesamten Mitarbeiterzahl zu streichen. Damit will sich der Konzern schneller aus der Abhängigkeit vom schwierigen PC-Geschäft lösen. Intel setzt künftig stärker auf Chips für Rechenzentren und Cloud-Computing sowie die Vernetzung von Alltagstechnik und Maschinen im Internet der Dinge.

Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wuchs um 9,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Intel-Chef Brian Krzanich räumte zugleich ein, dass Intel sein Ziel, die Erlöse der Sparte in diesem Jahr zweistellig zu steigern, verfehlen werde. Es werde bei dem Plus im hohen einstelligen Prozentbereich bleiben. Der operative Gewinn des Server-Bereichs stagnierte im vergangenen Quartal bei 2,1 Milliarden Dollar. In der PC-Sparte gab es hingegen beim operativen Ergebnis einen Sprung von 2,4 auf 3,3 Milliarden Dollar. (dpa)

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