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Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Magere Aussichten für den Einzelhandel

Der Konzentrationsprozess im Einzelhandel wird sich fortsetzen. Die geringen Umsatzsteigerungen der Branche, nur getragen von großen Retailern, reichen für kleinere Marktteilnehmer oft nicht aus, so eine aktuelle Studie.

Magere Aussichten für den Einzelhandel
Viele Einzelhändler mussten in den vergangenen Monaten ihr Geschäft aufgeben. Aber: Wer im Konzentrationsprozess flexibel und ideenreich agiere, könne als kleiner und mittelständischer Unternehmer erfolgreich Marktnischen besetzen, die von den großen Filialkonzernen nicht abgedeckt werden. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) für die HSH Nordbank erstellte. Während die Verbraucher steigende Anteile am Konsum für das Wohnen verwenden würden, reduziere sich der Anteil für den Einzelhandel seit Anfang der 90er Jahre stetig. Bei Möbeln, Haushaltswaren, Bekleidung und Schuhen zeigten sich bereits deutliche Sättigungstendenzen. Zudem steige das Durchschnittsalter der potenziellen Käuferschar. Als Folge der demografischen Entwicklung sei bundesweit von nur gering steigenden, beziehungsweise stagnierenden Einkommen auszugehen. Hinzu käme als weitere Belastung für den Einzelhandel der wachsende Marktanteil, den die Etailer sich in den verschiedenen Bereichen erobern. Diesen Vertriebsweg müssten die Einzelhändler mit dem klassischen, stationären Angebotsmodell unbedingt ebenfalls anbieten, beziehungsweise ausbauen, rät die Studie.

Der Einzelhandel, insbesondere Filialisten und Franchisenehmer, dränge sowohl verstärkt in die 1A-City-Lagen, als auch in wachsende Regionen und Städte.Das Konzept der Einkaufscenter auf der grünen Wiese zünde dagegen nicht mehr. Hier zeigten sich Leerstände und Substanzverfall. Besser sehen die Perspektiven für die zentrumsnahen Handelszonen aus. Aufgrund hoher Synergie- und Verbundeffekte könne man hier für den Einzelhandel ebenso wie für Shoppingcenter die besseren Zukunftsperspektiven in Aussicht stellen. Sie bedienten auch ein wachsendes Interesse der Verbraucher nach emotionalen Einkaufserlebnissen.

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