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Mittwoch, September 28, 2022

Datenschutz-Negativpreis geht an Microsoft

Microsoft Deutschland erhält in diesem Jahr den «Big Brother Award». Der von Datenschutz-Aktivisten verliehene Negativpreis geht in der Kategorie Technik an das Software-Unternehmen.

Datenschutz-Negativpreis geht an Microsoft
Microsoft Deutschland erhält in diesem Jahr den «Big Brother Award». Der von Datenschutz-Aktivisten verliehene Negativpreis für Datensammlung und Verletzungen der Privatsphäre geht in der Kategorie Technik an das Software-Unternehmen mit Deutschlandsitz in München. Der Bielefelder Verein Digitalcourage wirft Microsoft vor, mit dem Betriebssystem Windows 10 über das Internet Diagnose-Daten (Telemetrie) zu sammeln. Das Problem: Selbst erfahrene Nutzer könnten den Datenfluss nicht abschalten. Microsoft hatte die Kritik im Vorfeld zurückgewiesen und kam nicht zur Preisvergabe am Freitagabend ins Bielefelder Stadttheater. Dem Unternehmen komme es nicht auf die Abschöpfung der Kundendaten an, sondern es nutze die Telemetrie zur Verbesserung des Produkts, hieß es aus München.

Der Preis wird an Politiker, Unternehmen oder Organisationen verliehen, die nach Ansicht des Datenschützervereins Digitalcourage besonders unverantwortlich mit Daten anderer umgehen. Weitere Preise gingen unter anderen an Amazons Assistenzsoftware Alexa (Verbraucherschutz) und die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag (Politik). (dpa)

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