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Mittwoch, Mai 25, 2022

iTeam-Chef: «Partner können an uns verkaufen»

In den nächsten 10 Jahren werden 60 Prozent der iTeam-Partner ausscheiden, so iTeam-Chef Frank Roebers auf dem Jahreskongress der Gruppe. Roebers unterbreitet überraschende Vorschläge.

In den nächsten 10 Jahren werden 60 Prozent der iTeam-Partner ausscheiden, so iTeam-Chef Frank Roebers in seiner Keynote auf dem Jahreskongress der Systemhaus-Gruppe in Dresden. Ausschlaggebend dafür seien beispielsweise Altersgründe oder eine Schließung. «Wir müssen also etwas unternehmen, sonst wird sich iTeam halbieren», betont Roebers. Als Antwort auf diese Entwicklung kündigt Synaxon-Chef Roebers überraschende Lösungsvorschläge an: So soll es iTeam künftig auch im Franchise-Modell geben. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll bereits in den kommenden Monaten anlaufen. iTeam-Franchisenehmer sollen sich allerdings nur an Standorten ansiedeln, an denen kein bestehender iTeam-Partner aktiv ist. So soll verhindert werden, dass die beiden Modelle miteinander konkurrieren.

Eine weitere Möglichkeit sei es, mit der Synaxon-Zentrale über einen Verkauf zu sprechen, wenn dies geplant sei. «Wenn man verkaufen will, dann jetzt. Die Zeit war nach einem jahrelangen Aufschwung nie besser dafür. Wir stehen zur Verfügung, wenn der Partner dies vorhat. Dann kann die Zentrale möglicherweise den Partner übernehmen», kündigt der iTeam-Chef an. So könne man auch verhindern, dass der Partner an Konzerne wie beispielsweise Bechtle oder Cancom gehe. Allerdings müsse man noch mit dem iTeam-Beirat und den Partnern absprechen, ob der Kauf von Mitgliedsunternehmen künftig eine Option sei. Falls dieser Vorschlag auf Zustimmung stoße, könnten die Firmen in den hauseigenen Einsnulleins-Verband eingegliedert werden.

Das alte Systemhaus-Modell, «Zeit gegen Geld», werde noch für mindestens zehn Jahre für rentable Geschäfte sorgen, führt Roebers aus. Auch Security verspreche nach diversen Datenskandalen in den kommenden Monaten noch hohe Erträge. Einige Partner seien sogar bis zum Jahr 2021 ausgebucht. «Die Zeiten, etwas ganz Neues anzufangen, waren trotzdem nie besser als heute», sagt der Synaxon-Chef. Der Partner könne auf die dritte Welle aufspringen und auf wiederkehrende Erlöse mit Managed Services setzen. Spätestens zum dritten Quartal wolle iTeam eine gemeinsame Vision entwickeln, wie es künftig weitergehen soll. Auch die IT-Verbundgruppe Synaxon selbst (PC-Spezialist, iTeam, IT-Service.Network) soll sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. «Mehr Cloud, mehr Technik», laute ein Motto.

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