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Dienstag, Mai 18, 2021

EP: «Wir hatten im IT-Bereich gelitten»

Die Verbundgruppe EP zieht auf der IFA Bilanz. Problematisch sei in den ersten drei Monaten das IT-Geschäft gewesen. Im Bereich E-Commerce geht der schrittweise Ausbau weiter.

Die Verbundgruppe Electronic Partner (EP) zieht auf der IFA Bilanz: «In den ersten drei Monaten hatten wir im IT-Bereich gelitten und deutlich rückläufige Umsätze verbucht», betont EP-Vorstand Karl Trautmann im Rahmen eines Pressegesprächs auf der IFA. Die Situation habe sich mittlerweile aber gebessert. Das Thema Tablets sei zwar auf einem absteigenden Ast, könne aber durch die steigende Nachfrage nach 2-in-1-Geräten kompensiert werden. Im Plus läge dagegen der Bereich Weiße Ware. Zufrieden sei man auch mit dem Mobilfunk-Segment. Vor rund einem Monat hatte EP die Mehrheit an Sparhandy übernommen. Einkauf, Vertrieb und Logistik der Mobilfunk-Hardware läuft künftig über die gemeinsame Marke «SH – Smart Hardware.» Das TV-Geschäft sei bislang deutlich hinter den Zahlen des Vorjahres zurückgeblieben. «Für Consumer hat das Fernsehen an Bedeutung verloren», konstatiert Trautmann. Die Verbundgruppe rechnet hier auch für den weiteren Jahresverlauf mit rückläufigen Erlösen. Mit einem «guten Gefühl» gehe EP jetzt aber in das wichtige Schlussquartal.

Die traditionelle Herbstmesse der Verbundgruppe wurde erstmals in die IFA integriert. 2.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche besetzt EP im IFA Palais. Im Obergeschoss befindet sich ein großer Ausstellungsbereich. Der EP-Vorstand spricht von einer «erfreulich hohen Anmeldezahl.» 700 Fachhändler hätten sich bereits vorab registriert. Einen großen Wert legt Electronic Partner in Berlin auf den Bereich Weiße Ware. Im Mittelpunkt steht darüber hinaus das neue Betriebssystem Windows 10. Mitarbeiter von Microsoft stehen vor Ort für entsprechende Schulungen zur Verfügung.

Die vor rund einem Jahr gestartete Qualitätsoffensive zeige jetzt erste Früchte, wie EP-Vorstand Friedrich Sobol ausführt. Die Gruppe habe in 75 Geschäften bereits entsprechende Umbauten vorgenommen. «Das sorgt auch bei den Händlern, die noch nicht umgestellt haben, für einen Aha-Effekt», so der EP-Chef. Sämtliche Händler hätten nach dem erfolgreichen Umbau steigende Umsätze verbucht. «Proaktiv» gehe das Unternehmen das Thema E-Commerce an. Seit Juli ist eine Shop-Funktion bei Medimax hinterlegt. Produkte können über das «Click & Collect»-System reserviert und im Markt abgeholt werden. Für EP ist jetzt ein entsprechender Testlauf geplant. Bis Juli 2016 sei voraussichtlich für alle Medimax- und EP-Händler die Fulfillment-Problematik gelöst und ein «echtes» E-Commerce-System eingeführt, prognostiziert Sobol.

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