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Donnerstag, Juni 30, 2022

Support-Ende von XP: Das Migrations-Geschäft läuft weiter

Heute endet der Support von XP durch Microsoft. Der Anbieter gibt Last-Minute-Tipps. 27 Prozent des Web-Traffics läuft noch über XP. Für die Partner geht das Migrations-Geschäft weiter.

Heute endet der XP-Support durch Microsoft. Das bedeutet für alle Windows XP Nutzer, dass es ab diesem Zeitpunkt keine Updates, Aktualisierungen und keine technische Unterstützung mehr geben wird. Alle Anwender, die ab morgen weiterhin Windows XP nutzen, würden sich ernstzunehmenden Gefahren wie Viren, Spyware und anderer schädlicher Software aussetzen, so Microsoft. Zudem werden viele Hardware-Hersteller keine Treiber mehr für Windows XP zur Verfügung stellen, so dass aktuelles PC-Zubehör nicht mehr mit dem System funktioniert. Um kleinen Unternehmen und Verbrauchern beim Umstieg auf eine aktuellere Windows-Version zu helfen, bietet Microsoft auf www.endofsupport.de Hilfestellungen an. Auf der Seite AmIRunningXP.com können Kunden prüfen, ob ihr Rechner mit Windows XP oder einer neueren Windows Version läuft. Seit dem 8. März informiert zudem eine automatische Benachrichtigung alle Nutzer der Home und Professional Edition bei aktivierter Windows Update Funktion über das Support-Ende und verlinkt auf eine Website mit weiterführenden Informationen. Zudem gibt es zwei kostenlose Tools für einen schnellen Umzug an: Während Anwender über den Upgrade Advisor Link prüfen können, ob sich ihr Rechner für einen Wechsel auf Windows 8.1 eignet, ermöglicht PCmover Express die kostenlose Datenübertragung vom alten XP-Rechner auf den neuen PC mit Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1.

Die installierte XP-Basis ist jedoch auch kurz vor Support-Ende nach wie vor hoch: Im März lief 27 Prozent des weltweiten Web-Traffics über das veraltete Betriebssystem, so das Marktforschungsinstitut Net Applications. Das sind nur zwei Prozent weniger als im Februar. Nach wie vor ignorieren viele Kunden, darunter auch Geschäftsfirmen, die Warnungen von Microsoft. Viele Partner haben in der Vergangenheit Kunden von XP zu Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1 migriert. Doch einige Firmenkunden haben offensichtlich entschieden, dass die Mühe einer Migration nicht lohnenswert ist, wie US-Channelmedien berichten. Um diese hartnäckigen Verweigerer doch noch zu überzeugen, locken einige Partner mit kostenlosen-Migrationsleistungen beim Kauf von neuen PCs. So bietet der US-Händler Puget Systems beispielsweise an, sämtliche Daten des Kunden zu kopieren und auf einem Cloud-Speicher abzulegen. „Wir betreuen einige Industriekunden, die sogar noch Windows 2000 im Einsatz haben. Und auch ihre Welt ist nicht zu Ende gegangen“, so ein weiterer Händler. Das Migrations-Geschäft geht also nach dem Support-Ende noch weiter.

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