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Donnerstag, Januar 20, 2022

Multichannel-Händler erwarten steigende Umsätze

Drei Viertel der Multichannel-Händler in Deutschland gehen in diesem Jahr von steigenden Umsätzen aus. Dagegen könnten bis 2020 rund 50.000 stationäre Handelsstandorte wegfallen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht in seiner Konjunkturumfrage für dieses Jahr von einem E-Commerce-Umsatz in Höhe von 38,7 Milliarden Euro aus. Das entspricht einer Steigerung in Höhe von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Gewinnern in der deutschen Handelslandschaft gehören dementsprechend die Multichannel-Händler. Laut HDE-Umfrage gehen drei Viertel dieser Firmen von steigenden Umsätzen aus. Nur 5 Prozent rechnen mit rückläufigen Erlösen. Dabei sind nur 30 Prozent der Händler aller Branchen bereits im Online-Handel aktiv. Davon setzen 24 Prozent auf einen eigenen Online-Shop und 12 Prozent auf Marktplätze wie beispielsweise eBay oder Amazon (Mehrfachnennungen waren möglich).

Gleichzeitig berichten viele stationäre Händler von stark rückläufigen Kundenfrequenzen. „Das ist eine große Gefahr für unsere vitalen und attraktiven Innenstädte in Deutschland. Ohne den Handel könnten viele Standorte veröden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Verband geht von einem „tiefgreifenden Strukturwandel“ aus und rechnet damit, dass bis zum Jahr 2020 rund 50.000 Handelsstandorte wegfallen könnten. Insbesondere kleine und mittelständische Händler, die nicht in Genossenschaften oder Verbundgruppen eingebunden sind, könnten sich nach HDE-Einschätzung dann nur schwer behaupten. Den gesamten Umsatz im Einzelhandel in 2014 beziffert der HDE auf 456,8 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung in Höhe von 1,5 Prozent. „Für das Umsatzplus sorgt vor allem der weiter wachsende Online-Handel, darunter auch viele stationäre Händler mit ihren Online-Shops“, so Genth weiter.

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