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Mittwoch, September 28, 2022

Diese Neuerungen kündigt Microsoft auf der WPC an

Heute beginnt die weltweite Partnerkonferenz (WPC) von Microsoft in Washington. Im Vorfeld sickerten bereits die wichtigsten Themen und Neuerungen durch.

Die weltweite Partnerkonferenz (WPC) gehört zu den größten Veranstaltungen, die Microsoft anbietet. Im vergangenen Jahr fanden rund 16.000 Partner den Weg nach Houston. Dort kritisierte Kevin Turner, COO von Microsoft, dass nur ein geringer Teil der weltweiten Partnerbasis bereits Cloud-Lösungen des Anbieters vermarktet. Doch ab dem ersten August wird der Cloud-Service Azure den Microsoft-Partnern im Rahmen des Open Licensing Programs (OLP) zur Verfügung stehen. Damit kann der Handel Produkte aus der Cloud über die Distribution an die Kunden weiterverkaufen. Die Azure-Lizenzen waren bislang nur direkt bei Microsoft oder im Rahmen des Enterprise Agreements (EA) zu beziehen. Mit dem Vertriebsstart über die Distribution zeigt der Konzern den Partnern, dass die Zeit für die Cloud-Services reif ist. Dieser Aspekt wird mit Sicherheit ein zentraler Punkt der Veranstaltung sein. Ein großes Thema wird in Washington außerdem „StorSimple“ sein. Microsoft übernahm das Cloud-Start-up im Jahr 2012. Die neue Version der Cloud-Speicherlösung soll ab dem ersten August für eine drastische Verringerung der Kosten für das Speichern von Backup- und Desaster Recovery-Daten in der Cloud sorgen. Darüber hinaus wird der bereits im Juni dieses Jahres angekündigte Cloud-Service „Azure Machine Learning“ am kommenden Montag als Preview verfügbar sein. Mit dieser Technologie sollen Partner künftig erweiterte Cloud-Dienste zur Datenanalyse innerhalb von Minuten oder Stunden aufsetzen können. Erste Partner wie beispielsweise OSIsoft, Neal Analytics und Versium arbeiten bereits mit der Lösung.

Ab Herbst wird es für Office 365 drei neue Lizenzmodelle geben: Office 365 Business, Office 365 Business Essentials und Office 365 Business Premium. Die Lösungen unterscheiden sich in der Ausstattung und in der Größe des in der Cloud zur Verfügung gestellten Speicherplatzes. Details hierüber werden ebenfalls auf der WPC bekannt gegeben werden. Der neue virtuelle Assistent von Microsoft, unter dem Codename „Oslo“ angekündigt, heißt nun offiziell „Delve“. Gemeinsam mit Delve soll erstmals die Informationsstruktur „Office Graph“ vorgestellt werden. Noch in diesem Jahr soll der Assistent für Kunden von Office 365 verfügbar sein. Die diesjährige WPC wird damit, wie auch nicht anders zu erwarten war, ganz im Zeichen der Cloud stehen. Nach aktuellen Prognosen der Experton Group werden in diesen Jahr  die Ausgaben der deutschen Unternehmen für Cloud-Technologien, Cloud Services und entsprechende Beratungs- und Integrationsservices bei rund 6,6 Milliarden Euro liegen. Bis zum Jahr 2018 wird eine Steigerung des Volumens auf rund 21 Milliarden Euro erwartet. 

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