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Samstag, Februar 24, 2024

Umfrage: Festnetz-Telefon wieder beliebter

Zum Telefonieren greifen wieder mehr Bundesbürger auf das Festnetz zurück.

Zum Telefonieren greifen wieder mehr Bundesbürger auf das Festnetz zurück. Wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox ergab, nutzen 81 Prozent der Befragten einen stationären Anschluss. 2021 hatte der Anteil in der gleichen Umfrage bei 73 Prozent gelegen. Die Befragten waren zwischen 18 und 69 Jahre alt. Nach Einschätzung des Verivox-Experten Jens-Uwe Theumer liegt die Entwicklung daran, dass bei vielen Menschen der Handyempfang daheim unzureichend sei. «Die Mobilfunkversorgung lässt vor allem in Innenräumen weiter zu wünschen übrig.»

Möglicherweise spielen auch die Corona-Folgen eine Rolle: Weil die Menschen in den vergangenen zwei Jahren mehr daheim waren als früher, haben sie sich wieder an den Griff zum Festnetz-Hörer gewöhnt.

Das Umfrage-Ergebnis ist etwas überraschend, denn das Festnetz-Telefon ist seit langem eher auf dem absteigenden Ast. Ein Grund hierfür ist, dass Handy-Verträge häufig eine Telefonie-Flatrate haben und Verbraucher ihr Mobiltelefon daher nicht nur unterwegs, sondern auch daheim viel nutzen. In der Corona-Zeit und während der damit verbundenen Einschränkungen nahm das Interesse am Festnetz zwar wieder zu. Dass die Menschen aber nach dem Ende der Pandemie-Einschränkungen häufiger zum Festnetz-Telefon greifen als noch während der Einschränkungen, ist verwunderlich.

In einer Reaktion auf die Umfrage weist Frederic Ufer vom Internet-Branchenverband VATM darauf hin, dass sich das Mobilfunknetz in Deutschland deutlich weiterentwickelt habe. Bei der Verbindung im Haus spielten viele verschiedene Parameter eine Rolle, sagt der Branchenvertreter. «Generell wird das Netz durch 5G noch leistungsfähiger.»

Fakt ist, dass Deutschlands Mobilfunknetz noch immer Schwächen hat. Fakt ist aber auch, dass die Telekommunikationsunternehmen viel Geld investieren für eine bessere Abdeckung. Dieser Fortschritt wird auch aus Unterlagen der Bundesnetzagentur ersichtlich. (dpa)

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