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Montag, April 15, 2024

MKS stemmt ERP-Großprojekt

Der ERP-Hersteller MKS stellt nach 60.000 Stunden Entwicklungszeit auf der Hausmesse in Friedrichshafen „Goliath.NET“ vor. 25 Prozent der Mitarbeiter waren vier Jahre mit der Programmierung beschäftigt.

Für ein mittelständisches Unternehmen war es ein Kraftakt: 60.000 Stunden Entwicklungszeit. 25 Prozent der Belegschaft waren mit der Programmierung beschäftigt und fielen komplett für das Tagesgeschäft aus. Insgesamt hat MKS vier Jahre für seine neue ERP-Software „Goliath.NET“ benötigt. 20.000 weitere Stunden sind noch eingeplant, um das Produkt an vertikale Märkte anzupassen. „Das Projekt war extrem Zeit- und Personalintensiv“, betont dementsprechend Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender der MKS Software Management AG. 

Das Ergebnis stellte das Unternehmen 180 Partnern und Kunden auf seiner ersten Hausmesse in Friedrichshafen vor. „Erste Kunden haben hier bereits Absichtserklärungen abgegeben“, freut sich Kempf. Firmen, die die neue Version einsetzen wollen, benötigen dafür sechs Monate Vorlaufzeit für Installation und Schulungen. 900 Unternehmen, überwiegend aus Deutschland, setzen eine Goliath-Version bereits ein. 

Das Produkt wird über MKS direkt, zu dem Anbieter gehört auch ein Systemhaus, und über Partner vertrieben. 15 Systemhäuser vermarkten die Lösung derzeit, vier davon sind Premium-Partner. Bei diesen kümmern sich mindestens zwei Mitarbeiter ausschließlich um Vertrieb und Support für Goliath. „Goliath.NET ist für Partner wesentlich attraktiver geworden. Sie können künftig leichter eigene Lösungen mit Goliath entwickeln“, so Kempf.

Prominenter Besuch in Friedrichshafen: Der ehemalige Vobis-Chef Jürgen Rakow mit seiner Frau Gabriele (beide Chipset Computersysteme) und MKS-Chef Michael Kempf.

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Prominenter Besuch in Friedrichshafen: Der ehemalige Vobis-Chef Jürgen Rakow mit seiner Frau Gabriele (beide Chipset Computersysteme) und MKS-Chef Michael Kempf.

Die Vorgängerversion beruhte noch auf „Microsoft Visual FoxPro (VFP)“, einer 2007 abgekündigten RAD-Programmierumgebung von Microsoft für datenzentrierte Anwendungen. Der Support für VFP endet im Jahr 2014. MKS musste also handeln: Goliath.NET basiert auf „Visual Studio 2012“, ist in sechs Sprachen erhältlich und bietet einige Neuerungen: Microsoft Produkte können leicht integriert werden, Open-Office-Dokumente werden direkt aus Goliath.NET erzeugt. Außerdem ist der Outlookscanner sowie die Volltextsuche in der Standard-Lizenz inbegriffen. PDF-Dokumente können mit Hilfe von digitalen Stempeln intelligent signiert und freigegeben werden. Darüber hinaus ist eine Rechtschreibprüfung in allen Bereichen voll integriert.

Die Lösung ist für fünf Branchen erhältlich: Für IT-Systemhäuser, die Kopierer- und Lebensmittel-Industrie, für mittelständische produzierende Unternehmen und in einer Business-Edition für den technischen Handel. „Darüber hinaus sind keine weiteren Branchenlösungen geplant“, stellt Kempf klar.

Die Schlungen für die Lösung finden in der neu gegründeten MKS Akademie GmbH statt. In der Akademie werden außerdem Trainings für Microsoft-Produkte angeboten. 

Derzeit setzt MKS mit 40 Mitarbeitern drei Millionen Euro jährlich um. „Künftig werden wir mit Goliath.NET deutlich wachsen. Ich gehe von einer Steigerung in Höhe von einer Milion Euro jährlich aus“, betont Kempf. Für diesen Wachstumskurs sucht der Hersteller noch 15 weitere Mitarbeiter.

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