13.9 C
Flensburg
Montag, Juni 27, 2022

Microsoft verordnet Home Office

Der Software-Konzern stellt seine Mitarbeiter vor die Wahl: Home Office oder Büro. Drei Standorte fallen der Strategie zum Opfer.

Microsoft verordnet Home Office
Unternehmen, die den Mitarbeitern Home Office verbieten oder dies stark einschränken, gelten als konservativ und gestrig. Desto erstaunlicher war es, dass die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer den Mitarbeitern des Internet-Konzerns das heimische Büro strich. Microsoft verkündet jetzt die gegenteilige Botschaft: „Das klassische Büro ist tot – mehr Home-Office bei Microsoft“, überschreibt der Hersteller eine entsprechende Mitteilung. 

In Umsetzung dieses Konzepts werde sich Microsoft künftig in Deutschland auf seine drei Hauptstandorte in München, Köln und das neue Office in Berlin konzentrieren. Auch die Büros in Wolfsburg und Walldorf blieben aufgrund der direkten Kundenanbindung erhalten. Die Standorte in Böblingen, Bad Homburg und Hamburg würden dagegen auslaufen. Wie dort künftig Begegnungen zwischen Mitarbeitern, mit Kunden und mit Partnern stattfinden, werde „je nach den Erfordernissen am Standort entschieden“, heißt es in der Mitteilung. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Microsoft würden künftig das Angebot erhalten, im Home-Office zu arbeiten oder sich einem der verbleibenden Standorte zuzuordnen. Gespräche mit dem Betriebsrat des Unternehmens, wie das im Detail zu organisieren sei, fänden in den kommenden Monaten statt. „Dieser Umbau ist eine klare Entscheidung pro Home-Office und Vertrauensarbeitszeit. Wir werden mit dem neuen Standort-Konzept keine Mitarbeiter abbauen, sondern unsere Ressourcen besser nutzen”, so Anja Krusel, Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland.  

Verwandte Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Share and Like

1,507FollowerFolgen

Neueste Artikel

Scholz plant steuerfreie Einmalzahlung als Inflationsausgleich

Stark steigende Energiepreise und eine galoppierende Inflation: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) plant als Ausgleich die Möglichkeit einer steuerfreien Einmalzahlung durch die Arbeitgeber.