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Freitag, August 12, 2022

Das sind Europas IT-Hauptstädte

Eine aktuelle EU-Studie listet Europas IT-Spitzenzentren auf. Drei deutsche Metropolen landen in den Top Ten. Eine kleinere Stadt überrascht mit der Platzierung.

Das sind Europas IT-Hauptstädte
Eine neueEU-Kommissionsstudie beleuchtet Europas Spitzenzentren im IKT-Bereich. Der Atlas zeigt, wo die digitalen Technologien aufblühen und welche Faktoren zu diesem Erfolg beitragen. Die meisten europäischen ITK-Aktivitäten konzentrieren sich auf 34 Regionen in zwölf Ländern. Entscheidende Erfolgsfaktoren seien der Zugang zu sehr guten Universitäten und Forschungszentren sowie die Finanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise über Wagniskapital, so die Verfasser der EU-Studie weiter. München führt mit 100 von 100 möglichen Punkten das Ranking vor London und Paris an. Mit Karlsruhe (Platz 4) und Darmstadt (Platz 7) liegen zwei weitere deutsche Städte in den Top Ten. Die Top-Platzierung von Darmstadt mag auf den ersten Blick überraschen. Doch die Studie unterstreiche die große Bedeutung gerade auch kleinerer Regionen. Darmstadt, eine Stadt mit 150 000 Einwohnern, könne sich auf seine Forschungs- und Innovationsergebnisse und seine aktive Geschäftswelt stützen und stehe damit auf Platz 7 der zehn besten IKT-Spitzenkompetenzpole in der EU.

Bei den Informatikabsolventen stellt das Vereinigte Königreich 8 der 10 besten Regionen. In den Bereichen Forschung und Patente liegt dagegen Deutschland an erster Stelle. In puncto Beschäftigungswachstum weisen Lissabon (Portugal) und Rzeszowski (Polen) das schnellste Wachstum auf. Im Segment Wagniskapital liegen München, Paris und London vorne. Die IKT-Spitzenkompetenzen einer Region würden einerseits von ihren Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten abhängen, aber auch von der Fähigkeit, das Wissen marktreif zu machen (Innovation) und eine lebendige Wirtschaftstätigkeit rund um die Innovation aufzubauen. „Führende IKT-Regionen sind daher meist seit langem etablierte Industriegebiete, haben hochkarätige Bildungseinrichtungen und andere wichtige Innovationsakteure, verfolgen eine langfristige Forschungs- und Innovationspolitik, haben eine gute historische Ausgangsposition (z. B. politische Hauptstadt eines Landes) und befinden sich oft in gegenseitiger Nähe (die Hälfte der 34 Pole sind Nachbarregionen)“, heißt es in der Studie weiter.

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