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Donnerstag, Februar 12, 2026

EU deckelt VISA-Händlergebühren

Die EU-Kommission hat entschieden: Die Kosten, die Händler für die Einkäufe von Kunden per Kreditkarte an die Bank bezahlen müssen, werden drastisch begrenzt.

Die Abzocke mit Kredit- und Bankkarten soll nach dem Willen der EU-Kommission ein Ende haben. Die versteckten Gebühren für Kartenzahlungen, die nach ihrer Auffassung die Einzelhandelspreise künstlich aufblähen, sollen gedeckelt werden. Die EU-Kommission hat am Mittwochvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass bei Debitkarten die Obergrenze künftig bei 0,2 Prozent des Transaktionswerts und bei Kreditkarten bei 0,3 Prozent liegen werde. Bislang sind in Deutschland Interchangegebühren von durchschnittlich 1,5 Prozent üblich.

Die neuen Werte wurden von den Wettbewerbsbehörden bereits für eine Reihe von Transaktionen mit Karten der Marken Visa, MasterCard und Cartes Bancaires akzeptiert. Bei Karten, die diesen Obergrenzen nicht unterliegen, dazu zählen beispielsweise an Unternehmen ausgegebene Firmenkarten und Karten von Drei-Parteien-Systemen, wie American Express oder Diners, werden die Händler einen Aufschlag erheben oder die Annahme verweigern dürfen, so die Europäische Kommission. Während einer 22-monatigen Übergangsfrist gelten die Obergrenzen für Interbankenentgelte bei Debit- und Kreditkarten für grenzübergreifende Transaktionen. Danach werden die Obergrenzen auch für inländische Transaktionen vorgeschrieben, so die Kommission weiter.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht die Pläne der EU-Kommission zur Deckelung der Bankenentgelte für den Handel als Schritt in die richtige Richtung. „Der HDE setzt sich seit Jahren gegen die Interchangegebühren ein. Die Begrenzung der Kosten, die die Händler für die Einkäufe von Kunden per Kreditkarte oder Debit-Karte an die Bank bezahlen müssen, ist ein wichtiger Schritt. Allerdings sollten aus unserer Sicht die Gebühren völlig abgeschafft werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

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