14.7 C
Flensburg
Dienstag, Juni 28, 2022

Ingram Micro baut den zentralen Einkauf aus

Gerhard Schulz, Europachef von Ingram Micro, erläutert die Hintergründe, die zur Neuaufstellung des Managements geführt haben. Zentraler Einkauf wird ausgebaut. Zwei neue Wachstumsbereiche.

„Das Verhältnis von zentraler zu lokaler Beschaffung wird sich künftig signifikant verändern“, Europachef Gerhard Schulz
Broadliner Ingram Micro stellt seine deutsche und europäische Organisation neu auf. Zahlreiche Schlüsselfunktionen wurden neu besetzt (berichtete). Robert Beck wechselt als Vice President Purchasing Europe in die europäische Organisation. Als Einkaufsleiter Europa verantwortet er künftig einen wichtigen Bereich, bei dem Europachef Gerhard Schulz noch Optimierungs-Potenzial ausgemacht hat. „Die Zentralisierung von Beständen kann eine enorme Hebelwirkung auf die Leistungsfähigkeit der Landesgesellschaften haben“, betont Schulz im Rahmen einer Telefonkonferenz des Unternehmens. Derzeit kauft der Distributor rund 25 Prozent seiner Waren zentral ein. „Das Verhältnis von zentraler zu lokaler Beschaffung wird sich künftig signifikant verändern. Der Anteil des zentralen Einkaufs wird zunehmen“, kündigt Schulz an. Dies sei vor allem in denjenigen Ländern angezeigt, wo in bestimmten Bereichen nicht genügend kritische Masse vorhanden ist. „In Deutschland werden wir allerdings in den meisten Fällen über diese kritische Masse verfügen“, so Schulz. Die Lücke, die Robert Beck in der deutschen Landesgesellschaft hinterlässt, soll von Alexander Maier und Wolfgang Jung geschlossen werden. Jung verantwortet den Einkauf auf lokaler Ebene, Maier ist für das Volumen-Geschäft zuständig.

Mittlerweile seien alle Landesgesellschaften auf das europäische Geschäftsmodell umgestellt worden. „Der Transformationsprozess ist damit abgeschlossen“, betont der Europachef. Alle Länder würden jetzt über die gleichen Prozesse verfügen. Darüber hinaus seien europaweit neue Geschäftsbereiche im Value-Segment etabliert worden, so dass jetzt entsprechende Skaleneffekte genutzt werden könnten. Mit Cloud Computing und dem Value-Bereich hat der Grossist zwei Bereiche ausgemacht, die künftig für Wachstum sorgen sollen. Für die Cloud-Plattform, die lokal ausgerichtet ist und in den kommenden Wochen an den Start gehen soll, hat Ingram Micro einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand genommen. „Wir werden sowohl organisch als auch anorganisch über Akquisitionen wachsen“, sagt Europachef Schulz.

Verwandte Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Share and Like

1,507FollowerFolgen

Neueste Artikel