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Freitag, April 16, 2021

Barclays straft Ingram Micro und HP ab

Die Investmentfirma Barclays stuft die Aktien von HP und Ingram Micro herunter. Beide Unternehmen seien von der Euro-Schwäche negativ betroffen.

Barclays straft Ingram Micro und HP ab
Der anhaltende Druck auf die Preispunkte bei IT-Produkten aufgrund der Euro-Schwäche hat Barclays dazu veranlasst, die Aktien von Hewlett-Packard und Ingram Micro abzustufen. Barclays-Analyst Ben Reitzes reduzierte die Papiere von «akkumulieren» auf «halten» und gab als neues Kursziel von HP 35 statt 42 Dollar und bei Ingram 26 statt 29 Dollar bekannt, wie der US-Branchendienst crn.com berichtet. Beide Firmen, die einen großen Teil ihrer Umsätze außerhalb der USA erwirtschaften, wurden von der anhaltenden Euro-Schwäche hart getroffen. Dieser Effekt habe negative Auswirkungen auf die Profitabilität von US-Konzernen. In Folge müssten viele traditionelle IT-Produkte wie beispielsweise PCs, Server oder Drucker mit neuen Preispunkten versehen werden, begründet Reitzes den Schritt. Im Fall von Ingram Micro könnte der starke Dollar sogar dafür sorgen, dass die Kostenoptimierungen des Restrukturierungsprogramms dadurch aufgebraucht würden, so der Analyst weiter.

Hintergrund: Der Euro ist so schwach wie seit Ende 2002 nicht mehr – auch weil die EZB mit viel billigem Geld die Konjunktur anschieben will. Viele deutsche Unternehmen erhalten durch die Euro­schwäche unerwartet Rückenwind, da ihre Produkte in Dollar gerechnet günstiger werden. US-Konzerne sehen sich angesichts des anziehenden Dollars dagegen mit Umsatzeinbußen in Übersee konfrontiert.

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