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Montag, Mai 16, 2022

ShoreTel weist Übernahmeangebot von Mitel zurück

Mitel will seinen Konkurrenten ShoreTel kaufen. Das Übernahmeangebot beläuft sich auf 540 Millionen Dollar. ShoreTel lehnt die Offerte ab.

„Eine Übernahme hätte für die Aktionäre und Mitarbeiter signifikante Vorteile“, Mitel-CEO Richard McBee
UCC-Anbieter ShoreTel gab bekannt, dass das Unternehmen den „unaufgeforderten Vorschlag“ von Mitel zur Übernahme der Firma ablehnt. Mitel wollte sämtliche Aktien von ShoreTel zu einem Stückpreis von 8,10 Dollar in bar kaufen. Damit würde sich das Angebot auf rund 540 Millionen Dollar belaufen. „Wir sind der Überzeugung, dass das Angebot von Mitel finanziell unzureichend ist. Unsere Wachstumsstrategie und technologischen Entwicklungen werden nur unzureichend berücksichtigt“, betont Verwaltungsrat-Chef Chuck Kissner. Der Deal sei darüber hinaus nicht im Interesse der Aktionäre. Der Hersteller setze auf ein organisches Wachstum und plant, seine Next-Generation-Plattform im April 2015 einzuführen. Mitel-CEO Richard McBee zufolge steht der Markt für Business-Kommunikation vor einer Konsolidierung. In diesem Prozess wolle sein Unternehmen eine treibende Kraft sein. McBee hatte ein entsprechendes Übernahmeangebot an den Verwaltungsrat von ShoreTel am 2. und am 20. Oktober geschickt. „Eine Übernahme hätte für die Aktionäre und Mitarbeiter signifikante Vorteile. Besonders in den USA, wo ShoreTel rund 90 Prozent seiner Umsätze erwirtschaftet, würden wir gemeinsam die Marktposition verstärken“, so McBee in einem Statement.

Im November 2013 übernahm der UCC-Spezialist Mitel den Wettbewerber Aastra für insgesamt 674 Millionen Dollar. Anfang Oktober stellte der Konzern den neuen Mitel-Brand vor und änderte den Namen von Aastra in Mitel Deutschland. Der deutsche Hauptsitz des Herstellers bleibt in Berlin, dort sitzt die ehemalige Aastra. 

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