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Sonntag, Mai 22, 2022

Fujitsu investiert in neue Geschäftsfelder

Unter dem Motto „Human Centric Innovation“ ist heute in München das zweitägige Fujitsu Forum gestartet. Seinen Channel hat der Hersteller weiter ausgebaut. Zahlreiche neue Produkte vorgestellt.

Channel-Chef Jörg Brünig gibt ChannelObserver ein Update über das Partnergeschäft
Ein neuer Zeitgeist in der IT-Branche: Bei der Technik werden heute Nutzen und Bedienerfreundlichkeit in den Vordergrund gestellt. „Human Centric Innovention“ (Innovation mit dem Menschen im Blick) ist daher als Wahlspruch für das heute offiziell eröffnete Fujitsu Forum 2014 keine wirkliche Überraschung. „Innovation wird von Menschen gemacht. Computer sind nicht intelligent, sie glauben, sie wären es“, verkündete am Vortag der Fujitsu-Hausmesse EMEA-Technologiechef Josef Reger. Ob das Internet der Dinge (IoT), High Performance Computing (HPC) oder SAPs Hadoop, Fujitsu mache die verfügbaren Technologien dank Investitionen in die nötige Infrastruktur nutzbar, so der CTO. Als neue Highend-Flaggschiffe im Storage- und Server-Bereich nennt Reger das Eternus CD10000 Storage System mit Open-Souce-File-System und die Primeflex-Familie als integriertes System für Rechenzentren. EMEA-Chef Duncan Tait sprach zuvor über die zurückliegenden, teilweise harten Restrukturierungsmaßnahmen in Japan und Europa, aber auch über geplante Investitionen in Höhe von 345 Millionen Euro über die kommenden drei Jahre, um mit neuen Geschäftsfeldern zu wachsen. Von den umgerechnet 32,66 Milliarden Euro, die Fujitsu 2013 umgesetzt hat, sind 63,4 Prozent auf FTS entfallen sowie 23,6 Prozent auf Lösungen wie Tablets und Smartphones für das Mobile-Geschäft. Der Engländer verwies zwar auch auf das Fujitsu Laboratory in seinem Heimatland, aber besonders stolz ist er auf die Fertigung in Augsburg als zweitwichtigstes Forschungs- und Entwicklungszentrum außerhalb Japans. Über 400 der rund 1.500 Beschäftigten (vor den Entlassungen in 2013 waren es 1.700) sind allein für die Entwicklung verantwortlich.

In Augsburg werden dabei nicht nur PC-Systeme und Server gefertigt, sondern auch wichtige Schlüsselkomponenten wie Motherboards, betont der deutsche Channel-Chef Jörg Brünig. Die Partner gewinne man nicht nur durch die vielfältigen individuellen Design-Möglichkeiten der Systeme aus dem Werk, sondern auch durch den hohen Grad an Konsistenz, den er als Wettbewerbsvorteil begreift. „Alle anderen ändern sich, wir bleiben aber gleich“, so Brünig. Den Einwand, dass sich an der Unternehmensspitze mit dem neuen EMEA-Chef Tait schon so manches verändert habe, lässt er nicht gelten: Beispielsweise sei er selbst für die deutschen Partner seit fast 15 Jahren in der selben Position tätig. Seinem Ziel, die Zahl der festen Partner von 1.500 auf 2.000 zu erhöhen, sei er mit aktuell etwa 1.670 zertifizierten Partnern in Deutschland schon ein Stück näher gekommen. Würde man große Partner wie die Deutsche Telekom mitzählen, komme FTS in der Bundesrepublik heute schon auf über 2.000 „Service Points“. Geplant sei auch, die Anzahl der „Select Experts“ von derzeit 450 nach oben zu bringen. Nach dem Ausscheiden von Konkurrenten wie beispielsweise Samsung und Sony stehe der Wettbewerb vor massiven Veränderungen, die man ausnutzen wolle. „Wir wollen Partner, die einen sicheren Hafen suchen“, sagt Brünig und verweist darauf, dass man die Zahl der Händler, die ausschließlich Fujitsu im Angebot hätten, von wenigen Dutzend auf fast 1.000 gebracht habe.

Unter den neuen Produkten, die der Hersteller auf dem Forum zeigt, hält Fujitsu-Manager Brünig drei Lösungen für besonders beachtenswert: Das ist einmal das erste Tablet mit haptischem Display. Das Gerät erlaubt über Luftsäulen, Stoffe und andere Oberflächen zu erfühlen. Für Unternehmenskunden und Endanwender interessant sei der Handvenen-Scanner „PalmSecure ID Match“ als sicherer Zugang zu vertraulichen Daten. Für Rechtsanwaltskanzleien, Arztpraxen und Apotheken sei schließlich der neue Fujitsu „Primergy SX1310 M1“ ideal, der im Einstieg für knapp 1.200 Euro 4 TB und 2 GB Arbeitsspeicher bietet. Auf bis zu 12 TB skalierbar, bietet der neue Primergy-Server als Active-Active-Cluster mit zwei Einstiegssystemen und Failover-Cluster-Erweiterung zum Preis von rund 3.600 Euro eine hohe Ausfallsicherheit, erklärt ein Mitarbeiter von Fujitsu-Partner Bytec. Für ähnliche Systeme habe man vor einigen Jahren noch eine halbe Million Euro zahlen müssen. 

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