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Dienstag, Juni 25, 2024

Deutscher Smart-Home-Markt steht vor Durchbruch

Der deutsche Smart-Home-Markt steht vor dem Durchbruch. Die Anzahl der Smart Homes soll sich in den nächsten Jahren verdreifachen.

Smart Homes sollen den Wohnkomfort der Bewohner erhöhen und zugleich für eine höhere Sicherheit sorgen und den Energieverbrauch senken. Der Begriff steht für die Vernetzung sämtlicher Komponenten im Haushalt. Zur Realisierung steht eine Vielzahl technischer Standards zur Verfügung: von der BUS-Verkabelung KNX über den Funk-Standard EnOcean bis zu DECT. Der Durchbruch für den Smart-Home-Bereich wurde bereits mehrfach prognostiziert, doch eine breite Marktdurchdringung lässt bislang auf sich warten. Eine aktuelle Marktprognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte sagt der Heimvernetzung jetzt eine breite Akzeptanz voraus. Demnach steht der Smart-Home-Markt in Deutschland vor dem Durchbruch. Bis zum Jahr 2020 würden voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte eingesetzt. Damit würde sich die Anzahl der Smart Homes innerhalb von fünf Jahren mehr als verdreifachen. Ende 2013 zählte Deutschland gerade einmal 315.000 intelligent vernetzte Privathaushalte.

„Der Smart-Home-Markt ist keine Nische mehr. Unternehmen aus der CE, der klassischen ITK, der Elektroinstallationsbranche sowie Hausgerätehersteller und  Energieversorger arbeiten, unterstützt von dynamischen Start-ups, zusammen und entwickeln in einem erstaunlichen Tempo neue, smarte und vernetzbare Geräte“, betont Stephan Schneider, Vorsitzender der Fokusgruppe Connected Home, zu der sich mehrere Branchenverbände zusammengeschlossen haben. „Vergleichbar mit der Entwicklung zum Connected Car in der Automobilbranche wird sich das Connected Home über die nächsten Jahre immer mehr zum Standard entwickeln“, ist Gunther Wagner, Director Technologie bei Deloitte, überzeugt.

Beispiele für Smart-Home-Anwendungen sind die Heizung, die anhand der Position der Smartphones der Hausbewohner die Temperatur autonom regelt, eine Lösung, die beim Verlassen der Wohnung dafür sorgt, dass alle Energieverbraucher wie Lampen oder der Herd ausgeschaltet werden oder die Möglichkeit, einem Handwerker aus der Ferne die Wohnungstür zu öffnen, wenn man selbst nicht zuhause ist. Entscheidend für das rasante Wachstum ist der Prognose zufolge unter anderem ein konsequenter Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland. Wenn die Politik die Chancen von Smart Homes erkenne und entsprechende Maßnahmen ergreife, könnte die 1-Millionen-Marke sogar bereits 2018 erreicht und bis 2020 bereits rund 1,5 Millionen Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein, so die Verfasser der Studie. Dabei würde auch die Förderung altersgerechter Assistenzsysteme helfen, um Senioren ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern. „Geräte, die sich durch Zuruf steuern lassen oder sich vollautomatisch den Gewohnheiten des Benutzers anpassen sind keine Spielerei, sondern würden vielen Menschen, etwa Älteren oder Kranken, das Leben erleichtern“, so Schneider. 

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