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Sonntag, November 27, 2022

Schlechte Noten für Antivirus-Programme

Die AV-Lösungen von acht Security-Herstellern wurden einem umfangreichen Test unterzogen. Gleich drei Sicherheitspakete weisen eine schlechte Virenerkennung auf.

Hack-Angriffe, Betrug und Schadsoftware lauern im Internet überall. Umso wichtiger ist es, dass man seinen PC mit einer zuverlässigen Security-Software sichert. In ihrer aktuellen Ausgabe hat die Zeitschrift COMPUTER BILD in einem Sicherheitsreport acht Security-Pakete in einem umfangreichen Testverfahren untersucht. Die Programme mussten in mehrstufigen Tests 180.000 Schädlinge und speziell entwickelte Angriffssoftware abwehren. Zudem durchliefen sie aufwendige Performance-Tests, Checks in sozialen Netzwerken und wurden beim Online-Banking getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Für drei Anbieter gab es im Gesamtfazit lediglich die Note ausreichend. „Gleich drei Sicherheitspakete weisen eine schlechte Virenerkennung auf. Da sollten die Anbieter schnell nachbessern, sonst gibt es in diesem Jahr böse Überraschungen“, betont Redakteur Andy Voß.

Die Sicherheitspakete von Avira, Avast und Bitdefender, letztere ist Schlusslicht des Tests, würden deutliche Schwächen in ihrem Kernbereich zeigen : der Abwehr aktuell kursierender Schadprogramme. Nur die Lösungen von Gesamttestsieger Kaspersky, G-Data, Norton und McAfee seien bestens gewappnet für die Abwehr neuer Viren. Gut für die Anwender: Bei dem überarbeiteten und erweiterten Prüfverfahren mit infizierten USB-Sticks, verseuchten Internetseiten, E-Mails, Downloads oder Schädlingen versagte keiner der Kandidaten völlig. „Nur die ansonsten gute G-Data-Software überließ dem Nutzer zu viele wichtige Entscheidungen“, so Tester Voß weiter. Vorbildlich sei in diesem Punkt Preis-Leistungs-Sieger Norton Security gewesen: Die Software erkannte alle verseuchten Websites komplett. Damit hätte die Norton Anti-Viren Software von allen getesteten Produkten den größten Entwicklungssprung zum Vorjahr gemacht.

Im Bereich Online-Banking sind besonders sensible Daten beim Zugriff durch Cyberkriminelle gefährdet. Beim Test offenbarten sich hier böse Überraschungen: Avira, Bitdefender und Eset erhielten ein „mangelhaft“, da sie zu wenig Zugriffe abwehrten. Punkten konnte dagegen G Data. Der Test von Handyschutz-Apps mit 9.300 gefährlichen Schadprogrammen brachte aufschlussreiche Erkenntnisse für Smartphone-Nutzer. Aktuellen Bedrohungen können User am besten mit den Lösungen von Kaspersky, ESET, Bitdefender, G Data und Avira begegnen. Im Gesamt-Ranking gab es einen Überraschungserfolg: Avast ergatterte dank cleverer Zusatzfunktionen auf Anhieb Platz zwei.

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