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Freitag, September 30, 2022

Deutsche Wirtschaft sieht große Chancen bei Industrie 4.0

Trotz Anlaufschwierigkeiten bei der Industrie 4.0 sieht die deutsche Wirtschaft laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom ein großes Potenzial in vernetzten und intelligenten Produktionsabläufen.

Trotz Anlaufschwierigkeiten bei der Industrie 4.0 sieht die deutsche Wirtschaft laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom ein großes Potenzial in vernetzten und intelligenten Produktionsabläufen. Drei Viertel aller befragten Unternehmen erwarteten von «smarten» Produktionsanlagen einen wesentlichen Beitrag zum künftigen Florieren der deutschen Wirtschaft, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz am Montag zum Auftakt der Hannover Messe. Nicht nur als Anwender, sondern auch als Anbieter eröffne die neue Technik Deutschland eine Riesenchance. Gleichzeitig hielten 80 Prozent der Befragten die eigene Branche aber noch für zu zögerlich bei der Umsetzung von Industrie 4.0. Für jedes siebte Unternehmen ist die intelligente Produktion der Umfrage zufolge kein Thema. Haupthemmnisse seien hohe Investitionskosten, der Mangel an Fachkräften und die Datensicherheit. Am schnellsten Einzug in die Produktionshallen finden wird die Industrie 4.0 laut der Bitkom-Umfrage über «soziale Maschinen». Diese informieren Mitarbeiter etwa, wenn sie eine Wartung benötigen – und wissen auch, wer im Dienst ist oder Urlaub hat. 28 Prozent der Firmen haben schon solche Maschinen.

Noch wenig verbreitet sind indes mit Kunden und Lieferanten vernetzte Maschinen, die bei einer Auftragsänderung selbsttätig auf dem Markt nach günstigen benötigten Teilen suchen. Die Frage der Sicherheit der Daten, die Maschinen eigenständig austauschten, ist dabei möglicherweise noch ein hemmender Faktor. Ein Viertel aller Unternehmen betreibt bereits eine vorausschauende Wartung. Dabei wird mit einer Vielzahl externer Daten etwa zu Wetter und Verkehr sowie ständig aktualisierten Erfahrungswerten zu Funktionsausfällen der optimale Wartungszeitpunkt bestimmt. Rund jeder zehnte Betrieb nutzt inzwischen IT-gestützte Assistenzsysteme, bei denen Beschäftigte etwa über eine Datenbrille Informationen zur Produktion erhalten. (dpa)

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