18.8 C
Flensburg
Sonntag, Mai 19, 2024

Restrukturierung reißt Ericsson noch tiefer in die Verlustzone

Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson ist im Zuge seiner Sanierung noch tiefer in die roten Zahlen gestürzt.

Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson ist im Zuge seiner Sanierung noch tiefer in die roten Zahlen gestürzt. Wegen hoher Kosten für den Konzernumbau stand im dritten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 4,3 Milliarden Schwedischen Kronen (447 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern bereits ein Minus von rund 200 Millionen Kronen eingefahren. Eine Steigerung der wichtigen Bruttomarge erwartet Konzernchef Börje Ekholm erst im kommenden Jahr. In den Monaten Juli bis September musste Ericsson auch im laufenden Geschäft Federn lassen. Beim operativen Ergebnis reichte es diesmal nur für eine Null – auch wenn man Sonderfaktoren wie Sanierungskosten herausrechnet. Hier hatte im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 1,6 Milliarden Kronen gestanden. Analysten hatten diesmal jedoch mit einem klaren Minus gerechnet. Eine Ursache für den Ergebniseinbruch im laufenden Geschäft waren rückläufige Einnahmen. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 47,8 Milliarden Kronen.

Zudem summierten sich die Umbaukosten auf 2,8 Milliarden Kronen. Im Gesamtjahr sollen es 9 bis 10 Milliarden werden. Ein Grund dafür ist ein einschneidender Personalabbau. Allein im dritten Quartal schrumpfte die Ericsson-Belegschaft um 3000 Mitarbeiter – obwohl das Unternehmen im Forschungs- und Entwicklungsbereich 1100 neue Leute einstellte. Ekholm verspricht sich in diesem Zuge jährliche Einsparungen von mindestens 10 Milliarden Kronen, die ab Mitte 2018 greifen sollen. Seit geraumer Zeit hat Ericsson Mühe, mit seinen Produkten bei den Kunden aus der Telekombranche zu landen. Netzbetreiber investieren derzeit etwa weniger in neue Mobilfunksendestationen. Der Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards LTE/4G ist in vielen Weltregionen fortgeschritten, die künftige Technik 5G befindet sich noch Jahre in der Entwicklung. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Cisco-Prognose signalisiert Erholung der IT-Ausgaben

Eine solide Prognose des Netzwerk-Spezialisten Cisco für das laufende Quartal weckt an der Börse Hoffnungen auf eine Erholung der IT-Ausgaben.

Vanquish: «Der Markt für Managed Services ist sehr in Bewegung»

Laut Vanquish-Chef Henning Jasper ist der Markt für Managed Services derzeit sehr in Bewegung. Der VAD startet eine Partnertour, um über die neuesten Trends zu informieren.

Mann mit langem Atem – SAP-Mitgründer Plattner tritt ab

Seit über 50 Jahren ist Hasso Plattner mit dem Softwarekonzern verbunden. Nun hört er endgültig auf. Der Konzern bekommt einen neuen Chef-Aufseher.
ANZEIGE