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Mittwoch, März 29, 2023

Microsoft: „Wir sind jetzt ein Underdog“

Kevin Turner, COO von Microsoft, gibt sich in seiner Keynote auf der weltweiten Partnerkonferenz (WPC) bescheiden: Mit einem Device-Marktanteil von 14 Prozent sei man jetzt ein Herausforderer.

„Nur noch ein Underdog“, Kevin Turner, COO von Microsoft
Diesmal verärgerte Kevin Turner, CEO von Microsoft, die anwesenden Partner nicht: Im vergangenen Jahr erntete der Top-Manager von den Microsoft-Partnern auf der weltweiten Partnerkonferenz (WPC) ungläubiges Kopfschütteln: Er lud die anwesenden Händler ein, doch die hauseigenen Retail-Stores zu besuchen, in denen unter anderem das Surface direkt verkauft wird. Auf seiner diesjährigen Keynote in Washington übte sich Turner in Bescheidenheit: Microsoft sei nur noch ein Underdog, wenn man den Marktanteil bei den Betriebssystemen bei den so genannten „Devices“ betrachte. Unter diesem Begriff fassen Marktforscher wie beispielsweise Gartner sämtliche internetfähigen Endgeräte zusammen, also Desktops, Notebooks, Smartphones und Tablets. Und im weltweiten Device-Markt komme Microsoft nur noch auf einen Marktanteil von 14 Prozent, so Turner in seiner Keynote vor rund 15.000 Partnern. Im traditionellen PC-Geschäft liege der Marktanteil dagegen bei rund 90 Prozent. Den Markt für Device-Betriebssysteme dominiert Android, dahinter folgen Windows und Apple iOS. 

Wegen dieser Marktgegebenheiten hätte Microsoft einige „harte Entscheidungen“ treffen müssen: So habe man Hardware-Partnern Windows für Smartphones und Tablets mit einer Bildschirmgröße unter 9 Zoll kostenlos zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus habe Microsoft Office für das iPad freigegeben. Der geringe Device-Anteil sei aber auch eine Chance für den Hersteller und seine Partner: „Wir haben heute mehr Möglichkeiten als jemals zuvor in der Vergangenheit“, betont Turner. So sei der Absatz von Windows Phone um 91 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Damit liege Microsoft jetzt auf dem zweiten Platz in 14 Smartphone-Märkten. Darüber hinaus sei das Smartphone- und Tablet-Portfolio von Nokia „unglaublich“. Microsoft werde künftig die Entwicklung eigener Hardware weiter vorantreiben und Partnerschaften mit mobilen OEMs eingehen, so der COO weiter.

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