14.9 C
Flensburg
Donnerstag, Mai 19, 2022

Intershop profitiert vom Trend zur Digitalisierung

Der wirtschaftliche Aufwärtstrend beim Jenaer Software-Unternehmen Intershop AG setzt sich auch in der Corona-Krise fort.

Intershop profitiert vom Trend zur Digitalisierung
Der wirtschaftliche Aufwärtstrend beim Jenaer Software-Unternehmen Intershop AG setzt sich auch in der Corona-Krise fort. Das börsennotierte Unternehmen, das auf Programme für den Handel im Internet spezialisiert ist, schloss das erste Halbjahr mit schwarzen Zahlen ab, wie der Vorstand am Donnerstag in Jena mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei einer halben Million Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch minus 3,8 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 8 Prozent auf 16,5 Millionen Euro. „Die Restrukturierung liegt hinter uns. Das haben wir trotz Corona-Krise hinbekommen“, sagte Vorstandschef Jochen Wiechen in Jena. 2019 hatte Intershop noch hohe Verluste gemacht. Intershop profitiere vom Trend zur Digitalisierung und dem während der Pandemie noch verstärkten Onlinehandel, so Wiechen. Viele Unternehmen bauten ihren digitalen Vertrieb aus oder ergänzten ihren klassischen Vertrieb. Negativ habe sich ausgewirkt, dass Kunden in den vergangenen Wochen geplante Projekte verschieben mussten. Der Umsatz im Servicegeschäft sei deshalb im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 6,9 Millionen Euro gesunken.

Der Vorstand bestätigte die Geschäftsprognose für 2020. „Unsere Auftragspipeline ist gut gefüllt“, sagte Wiechen. Erwartet werde im Geschäftsjahr ein leichter Anstieg des Konzernumsatzes bei leicht positivem Betriebsergebis und damit weiterhin schwarzen Zahlen. Wiechen sagte, er rechne im September oder Oktober mit einer Konjunkturbelebung – „wenn das Coronavirus unter Kontrolle bleibt und es keine großen Rückfälle gibt“. Dann begännen wahrscheinlich auch die Konjunkturprogramme von Bund und EU zu wirken. Intershop hatte sein Geschäftsmodell umgestellt und bietet seinen Kunden an, die Software für Handelsplattformen im Internet auch über Cloud-Lösungen zu nutzen. Kunden müssen dann keine Software-Lizenzen kaufen. Das Jenaer Unternehmen, das in den 1990er Jahren zu den Internet-Pionieren gehörte, beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter. Anfang Dezember soll in Jena in eine neue Firmenzentrale umgezogen werden. „Der Bau läuft nach Plan“, sagte der Vorstandschef. (dpa)

Verwandte Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Share and Like

1,507FollowerFolgen

Neueste Artikel