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Montag, August 15, 2022

„Das Thema NUC hat riesiges Potenzial“

Intel habe die enorme Nachfrage nach dem Mini-PC „NUC“ kaum befriedigen können. Intel-Deutschlandchef Christian Lamprechter berichtet uns, welche Themen für den Channel im Mittelpunkt stehen.

Das PC-Geschäft war im ersten Halbjahr 2013 „definitiv schwierig“, wie es Intel-Deutschlandchef Christian Lamprechter im Gespräch mit ChannelObserver ausdrückt. Doch zu Beginn des zweiten Halbjahres habe sich der Markt stabilisiert. Die bevorstehende Ablösung von Windows XP würde derzeit für ein „absolut positives Momentum“ sorgen. „Der Channel erlebt derzeit ein Revival. Da ist eine wirklich positive Stimmung spürbar“, so Lamprechter. Neue Formfaktoren, wie beispielsweise Phablets, würden wieder für Wachstum und Marktbelebung führen. „Touch“ würde sich durchsetzen und künftig für die größten Steigerungsraten sorgen. „Auch das Thema NUC hat ein riesiges Potenzial. Wir konnten die enorme Nachfrager kaum befriedigen“, betont der Intel-Manager. Überkapazitäten gebe es weder in Deutschland noch in Österreich. Intel hätte sogar „noch mehr verkaufen“ können. Im April 2012 stellte der Hersteller unter der Bezeichnung „Next Unit of Computing“ (NUC) erstmals eine eigene Kleinst-PC-Reihe vor. Basierten erste Prototypen noch auf der Plattform rund um „Sandy Bridge“, kamen später die Modelle auf Basis des Nachfolgers „Ivy Bridge“ in den Handel. Neuere Haswell-NUCs haben gleich vier USB-3.0-Ports und einen analogen Audio-Ausgang an Bord.

Dass das Thema Assemblierung an Bedeutung verloren hat, will Lamprechter nicht in Abrede stellen. Wurde noch vor einigen Jahren fast jeder dritte in Deutschland verkaufte PC von einem Assemblierer zusammengeschraubt, ging der Markt in Folge drastisch zurück. In Konsequenz wurden Whitelabeling-Lösungen wichtiger. Im Bereich Assemblierung sei jetzt die „Bottom Line“ erreicht, ist der Deutschland-Chef überzeugt. „Partner müssen sich verstärkt auf ihre Lösungskompetenz konzentrieren. Wir nehmen das Komponenten-Geschäft aber nach wie vor Ernst“, so Lamprechter weiter. Aber auch den Trend zu mobilen Geräten hat Intel aufgegriffen. Da Smartphones und Tablets von B-Brands und kleinen Assemblierern kaum selbst gefertigt werden können, arbeitet der Hersteller in diesem Segment eng mit asiatischen ODM-Anbierern zusammen, zu denen auch Kontakte vermittelt werden. Hier stehen Whitelabeling-Lösungen im Fokus. „Wir brauchen saubere ODM-Lösungen. Da haben wir in der Vergangenheit intensive Gespräche geführt. Die Qualität bei den ODM-Geräten stimmt“, ist der Intel-Chef überzeugt.

Ein großes Wachstumspotenzial sieht Intel in vertikalen Märkten, wie beispielsweise Energy, Smart Home oder Bildung, die gemeinsam mit den Partner adressiert werden sollen. Auf der CeBIT stand bereits das Thema Energie/Smart Grids im Mittelpunkt. Hier würden sich besonders für regional aufgestellte Systemhäuser neue Geschäftschancen im Lösungsgeschäft ergeben. „Der Channel kann optimistisch in die Zukunft blicken. Es wird neues Wachstum über alle Gerätekategorien geben. Das hatte ich bereits in der Vergangenheit behauptet und mit dieser Aussage Recht behalten“, betont Lamprechter. 

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