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Freitag, August 19, 2022

Acer vor Restrukturierung

Nach schwachen Quartalszahlen steht Acer vor einer tiefgreifenden Restrukturierung: CEO J.T. Wang tritt zurück. Weltweit sollen 7 Prozent der Stellen abgebaut werden.

Tritt zurück: J.T. Wang
Acer hat im gerade im dritten Quartal des Geschäftsjahres erneut rote Zahlen präsentieren müssen: Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent auf umgerechnet 2,3 Milliarden Euro zurück. Der Verlust fiel mit 330 Millionen Euro höher aus als erwartet. Acer-CEO J.T. Wang übernimmt die Verantwortung für die negative Entwicklung und wird bis zum Jahresende als CEO zurücktreten. Er bleibt noch als Chairman bis zum Juni 2014 tätig. „Acer hatte in den vergangenen Jahren einige harte Herausforderungen zu meistern. Nach den fortlaufenden schwachen Finanzzahlen übergebe ich die Verantwortung an ein neues Führungsteam, das eine neue Ära einleiten wird“, so Wang. Sein Nachfolger wird der bisherige President Jim Wong. 

Das Management-Team des Herstellers habe einen „umfassenden Restrukturierungsplan“ ausgearbeitet. Es werde ohne Verzögerung damit begonnen, das Unternehmen umzugestalten, teilte Acer mit. Verantwortlich für den Transformationsprozess ist ein spezielles Komitee, dem Stan Shih und Co-Gründer George Huang angehören. Dieses Komitee werde eine neue strategische Ausrichtung des Herstellers ausarbeiten und vorschlagen. Dabei arbeite es eng mit dem neuen Management zusammen, so Acer weiter. „Nachdem wir strukturelle Korrekturen vorgenommen haben, werden wir wettbewerbsfähigere Produkte für unser PC-, Tablet- und Smartphone-Portfolio einführen, um unseren Marktanteil zu stabilisieren“, so Stan Shih. Zur Restrukturierung gehört erstmal auch der Abbau von Arbeitsplätzen: Weltweit sollen sieben Prozent der Stellen entfallen. Einige neue Produktentwicklungen sollen gestoppt werden. Für den Prozess würden Einmalkosten in Höhe von 150 Millionen Dollar anfallen. Die neue Strategie soll ab dem Jahr 2014 jährlich zu Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Dollar führen. 

Acer muss seit einigen Quartalen hohe Verluste im traditionellen PC-Geschäft hinnehmen. Der Hersteller war bei Netbooks lange Zeit führend. Doch diese Geräteklasse spielt heute praktisch keine Rolle mehr. Das Unternehmen reagierte auf diese Entwicklung mit einer Portfolioumschichtung und konzentriert sich zunehmend auf Touch- und Touch & Type-Produkte.

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