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Samstag, Juni 25, 2022

In fünf Schritten zum leistungsfähigen Online-Shop

Vielen Online-Shops beschert das Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit des Jahres. So machen Etailer mit Hilfe von Last- und Performance-Tests ihre Shops fit.

In fünf Schritten zum leistungsfähigen Online-Shop
Es ist wohl der Albtraum eines jeden Online-Händlers: Scharen von ausgabewilligen Besuchern steuern in der Vorweihnachtszeit ihren Internet-Shop an, der diesem Ansturm nicht gewachsen ist. Das erhöhte Benutzeraufkommen verlängert die Antwortzeiten, so dass viele Besucher ihre Bestellung entnervt abbrechen oder zum Wettbewerb abwandern. Im schlimmsten Fall fällt der Shop sogar komplett aus. Üblicherweise werden zu geringe Bandbreiten, zu schwache Server oder sonstige überlastete Systemressourcen als Performance-Bremsen bei Lastspitzen vermutet. Allerdings lauern auch in Anwendungen selbst die Flaschenhälse: zu hohe konkurrierende Zugriffe zwingen nicht selten sonst reibungslos ablaufende Applikations-Routinen in die Knie. Abhilfe können hier umfassende Last- und Performance-Tests schaffen, die sowohl die Systemressourcen als auch die Anwendungen selbst unter die Lupe nehmen, wie Metaways empfiehlt. Hierfür gibt es spezielle Lösungen am Markt, die die nötigen Hardware-Ressourcen zur Lastsimulation zur Verfügung stellen und die Durchführung der Tests weitestgehend automatisieren. So lässt sich ein Online-Shop in fünf Schritten fit für das Jahresendegeschäft machen.

1. Konkrete Anforderungen definieren: Zunächst sollte festgelegt werden, welchen maximalen Belastungen der Shop standhalten muss. Wie viele Benutzer soll er im Extremfall gleichzeitig bedienen können? Wie schnell sollen dabei die wichtigsten Seiten sein? So wird dann beispielsweise definiert, dass er 120 Requests, die in derselben Sekunde stattfinden, bearbeiten und dabei für die Produktansichten Antwortzeiten von weniger als zwei Sekunden gewährleisten muss.

2. Hardware-Ressourcen und Anwendungen prüfen: Im zweiten Schritt sollten dann möglichst alle Funktionen des Shops unter der definierten Last geprüft werden. Dabei sollten die Tests so konzipiert sein, dass nicht nur Engpässe bei Systemressourcen wie CPU, RAM oder Netzwerk-Durchsatz offenbart werden. Auch funktionale Mängel des Shops sollten aufgedeckt werden, denn häufig enthalten die Anwendungen Fehler, die sich erst unter einer bestimmten Last bemerkbar machen und die Gesamtperformance des Shops negativ beeinflussen.

3. Testergebnisse auswerten: Am Ende der Tests sollten konkrete Zahlen zu den Antwortzeiten der unterschiedlichen Shop-Bereiche, etwa Suche, Produkte, Kategorien oder Checkout, sowie dem Verbrauch an Systemressourcen stehen. Auf Basis dieser Zahlen lassen sich dann die Ursachen von Performance-Schwierigkeiten punktgenau identifizieren.

4. Gezielte Maßnahmen einleiten: Die so offenbarten Schwierigkeiten sollten Schritt für Schritt beseitigt werden. Je nach den Ergebnissen der Tests kann dies bedeuten, funktionale Fehler zu beheben, die System- und Anwendungskonfigurationen anzupassen, die Systemressourcen wie CPU oder RAM zu erweitern, für eine höhere Bandbreite zu sorgen oder eine bessere Caching-Architektur zu implementieren.

5. Wirksamkeit überprüfen: Zu guter Letzt sollte der Last- und Performance-Test anhand der eingangs definierten Anforderungen so oft wiederholt werden bis die Ergebnisse zufriedenstellend sind. So lässt sich die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen direkt überprüfen.

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