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Donnerstag, Dezember 8, 2022
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Das planen Cyberkriminelle in 2013

Gefährliche Android-Apps werden die Millionengrenze überschreiten. Afrika entwickelt sich zum sicheren Hafen der Untergrundwirtschaft. Wir zeigen vier Bedrohungsvorhersagen für 2013.

Prognose für das nächste Jahr
Raimund Genes, Chief Technology Officer bei Trend Micro, schildert vier Bedrohungen:

1. Android-Bedrohungen knacken die Millionengrenze

Es ist zu erwarten, dass Android den Markt für mobile Betriebssysteme in ähnlicher Weise beherrschen wird wie Microsoft Windows den Desktop- und Laptop-Bereich. Auch das „Wettrüsten“ zwischen Cybergangstern und Sicherheitsanbietern dürfte im kommenden Jahr in ähnlicher Form wie vor zehn Jahren bei Windows stattfinden.

Die Bedrohungen für Smartphones und Tablet-PCs werden im kommenden Jahr geradezu explosionsartig zunehmen: Die Zahl der bösartigen Android-Apps wird noch bis Ende dieses Jahres auf über 350.000 steigen – und 2013 die Millionengrenze überschreiten. 

2. Die Zersplitterung des „digitalen Ichs“ erschwert den Schutz

Früher war nicht alles besser, aber zumindest im Hinblick auf die Computertechnik geradezu bemerkenswert homogen, mit Microsoft Windows als beherrschender Plattform. Die immer weiter voranschreitende Nutzung mobiler Technologien im täglichen Leben jedoch führt dazu, dass auch immer mehr Gefahren an neuen – und unerwarteten – Stellen auftauchen.

3. Kaum Weiterentwicklungen bei konventioneller Malware

Bereits seit einiger Zeit nutzen Cyberkriminelle eine breit gefächerte Kombination von Werkzeugen, die sie im kommenden Jahr verfeinern werden – auch als Antwort auf die Entwicklungen der Sicherheitsanbieter. Sie legen dabei aber nicht so viel Wert auf einzelne Technologien für die Ausführung, sondern konzentrieren sich vor allem auf die „passende“ Zusammenstellung der Angriffe griffen, um ihre Opfer auch genau erreichen zu können.

4. Cyberkriminelle entdecken den schwarzen Kontinent

Afrika wird zum Ausgangspunkt umfassender Cyberkriminalität – und zum neuen sicheren Hafen für die Gangster. Immer mehr Außenseiter, die der Strafverfolgung in ihren Heimatländern entgehen möchten, fliehen hierher. Denn zum einen wird die Internet-Infrastruktur des Kontinents permanent verbessert. Zum anderen „gedeiht“ Cyberkriminalität gerade in Regionen mit einer diesbezüglich schwachen Gesetzgebung, in denen die Verbrecher die lokale Wirtschaft unterstützen und die ortsansässigen Menschen und Unternehmen nicht angreifen.

 

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