6.6 C
Flensburg
Montag, April 15, 2024

Cyberkriminelle erobern Digital-Coins in dreistelligem Millionenwert

Cyberkriminelle haben nach einer Schätzung von Sicherheitsexperten umgerechnet rund 200 Millionen US-Dollar auf der Kryptobörse Bitmart erbeutet.

Cyberkriminelle haben nach einer Schätzung von Sicherheitsexperten umgerechnet rund 200 Millionen US-Dollar auf der Kryptobörse Bitmart erbeutet. Wie Firmengründer Sheldon Xia am Montag auf Twitter mitteilte, sind die Hacker im Besitz eines gestohlenen Digitalschlüssels für eine sogenannte Hot Wallet gewesen. Unter einer «Hot Wallet» versteht man eine Software-Geldbörse für Kryptowährungen wie den Bitcoin, die mit dem Internet verbunden ist.

Nach dem Einbruch setzte Bitmart alle Abhebungen vorübergehend bis auf Weiteres aus. Das Unternehmen hatte den Schaden in einer ersten Mitteilung zunächst auf umgerechnet rund 150 Millionen US-Dollar (etwa 132,7 Mio Euro) beziffert.

Den Hackern fielen bei dem Coup Digitalmünzen in die Hände, die auf den Blockchains Ethereum und Binance basieren, teilte die Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield auf Twitter mit. PeckShield hatte den Einbruch am Sonntag auch entdeckt und gemeldet.

Firmenchef Xia schrieb, als Reaktion auf diesen Vorfall habe Bitmart erste Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt und betroffene Werte identifiziert. «Diese Sicherheitsverletzung wurde hauptsächlich durch einen gestohlenen privaten Schlüssel verursacht, durch den zwei unserer Hot Wallets kompromittiert wurden. Andere Assets mit Bitmart sind sicher und unversehrt.»

Bitmart plane, die Nutzer aus eigener Tasche zu entschädigen, sagte Xia. Die Börse werde einen Zeitplan bekannt geben, um Einzahlungen und Abhebungen schrittweise fortzusetzen, sagte er und fügte hinzu, er sei «zuversichtlich», dass sie am Dienstag wieder aufgenommen werden. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Kreise: Rund jedes siebte iPhone in Indien hergestellt

Apple hat Kreisen zufolge im vergangenen Geschäftsjahr rund jedes siebte iPhone in Indien herstellen lassen und sich damit weiter unabhängiger von China gemacht.

Computerspiele-Branche zieht Bilanz für 2023

Games sind ein Milliardengeschäft, das im Zeitalter der Digitalisierung schon seit Langem auf Wachstumskurs ist. Neue Zahlen geben Einblick in die aufstrebende Branche.

Studie: Mangel an IT-Fachkräften droht sich dramatisch zu verschärfen

IT-Fachkräfte werden in Deutschland schon heute dringend gebraucht. Eine Studie sagt eine dramatische Verschärfung der Lage voraus. Doch wie könnte die Lücke auf dem Arbeitsmarkt geschlossen werden?