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Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Ingram Micro muss Stellen abbauen

Ingram Micro leidet unter dem schwachen PC-Geschäft: Sachkosten müssen eingespart werden, es kommt zu einem Stellenabbau. Mitarbeitern werden Aufhebungsverträge angeboten.

„Sich von Mitarbeitern zu trennen, ist schmerzlich“, Marcus Adä, Deutschlandchef Ingram Micro
Broadiner Ingram Micro muss Kosten einsparen. Die Maßnahmen umfassen neben Einsparungen bei den Sachkosten auch einen Stellenabbau in Deutschland. 30 Mitarbeitern wurden Aufhebungsverträge angeboten. „Wir haben bei Ingram Micro unsere Kostenposition seit jeher fest im Blick. Sich von Mitarbeitern zu trennen, ist schmerzlich. Aber der Rückgang im PC-Markt ist massiv und geht auch an uns als Großhändler nicht spurlos vorüber“, so Marcus Adä, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ingram Micro.

Ingram Micro hatte sichim August eine neue interne Struktur gegeben, um sich strategisch gemäß der beiden Geschäftsbereiche Volume und Value/Verticals aufzustellen. Im Zuge dieser Restrukturierung hatte sich der Grossist bereits von den langjährigen Managern Christoph Dassau und Christian Schneider getrennt. Mit den aktuellen Maßnahmen zolle das Unternehmen operativ dem schwierigen Marktumfeld Tribut, so der Grossist in einer Mitteilung. Der PC-Markt ist seit nunmehr drei Quartalen deutlich zweistellig rückläufig. Mit der Mitarbeitervertretung habe es intensive Gespräche gegeben, damit die Trennung von Mitarbeitern möglichst sozialverträglich gestaltet werde.„Wir bleiben konsequent am Ball. Unser Lösungsgeschäft zeigt durchweg zweistellige Wachstumsraten, die Entwicklung ist sehr erfreulich“, betont Adä. „Mit dem Einstieg in das Thema Energieeffizienz und dem Aufbau der Business Unit NewEnergy, den wir Anfang dieser Woche bekannt gegeben haben, ist uns ein weiterer strategischer Baustein beim Ausbau des Value-Geschäfts gelungen.“ 

Damit scheint die Krise im traditionellen PC-Geschäft endgültig in der Distribution angekommen zu sein. Jetzt muss sogar das Schwergewicht Ingram dieser Entwicklung Tribut zollen. Wie ChannelObserver aus Branchenkreisen erfuhr, soll überwiegend das mittlere Management von den Maßnahmen betroffen sein.

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