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Freitag, Mai 27, 2022

Ingram Micro mit neuen Wachstumsfeldern zum Marktführer

Der Broadliner knackt in Deutschland eine Umsatzgrenze und sieht sich als klarer Marktführer. Wachstum über neue Geschäftsfelder. Besucherrekord auf der IM Top.

Broadliner Ingram Micro zieht ein positives Fazit: 223 Aussteller bedeuten einen neuen Rekord auf der Hausmesse „IM.Top“. Die Besucherzahlen sollen um 20 Prozent zugelegt haben. „Wir werden wahrscheinlich alle Rekorde für unsere Hausmesse in diesem Jahr brechen“, so der neue Europachef Gerhard Schulz bei seiner letzten Pressekonferenz auf einer Hausmesse. Künftig wird der neue Deutschland-Chef Marcus Adä sich zum Geschäft in Deutschland äußern. Die Ernennung des bisherigen Vertriebschefs zum DACHH-Chef von Ingram (Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn) gab der Grossist am Vortag der Hausmesse bekannt.

Und auch beim Umsatz konnte der Grossist zulegen: In Deutschland habe man, so Schulz, die Umsatzgrenze von vier Milliarden Euro geknackt. Die Übernahme des TK-Distributors Brightpoint im vergangenen Jahr habe entscheidend dazu beigetragen. „Wir können uns ganz klar als Marktführer positionieren“, betont Schulz. In der Vergangenheit schmückte sich auch der Konkurrent Also mit diesem Titel und von Tech Data war zu hören, dass die drei Broadliner in Deutschland fast gleichauf liegen würden.

Doch auch Ingram Micro muss sich neu positionieren und neue Geschäftsfelder erschließen. Denn das klassische PC-Geschäft wird immer schwieriger. „Das Geschäft mit PCs ist bei uns ebenfalls rückläufig“, gibt der Europachef zu bedenken. Deswegen sei es wichtig, neue Kundengruppen über neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dazu zählt der Distributor beispielsweise Healthcare, Education und physikalische Security. „Im Education-Segment haben wir im Vergleich mit anderen Ländern, wie beispielsweise Großbritannien, noch Nachholbedarf“, so Schulz. Der Grossist verweist auf zwei Bildungsmessen zur „digitalen Schulkultur“, die das Unternehmen für 650 Besucher in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bildungspakt Bayern, mehreren Städten und den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Regensburg organisiert hatte. Für „Physical Security“ steige der Bedarf sowohl bei Privatkunden als auch Unternehmen signifikant an. Von den 35.000 Händlern des Grossisten würden jetzt schon rund 3.500 Reseller Sicherheitslösungen bei Ingram bestellen und bei ihren Kunden installieren. 20 Prozent davon seien klassische Elektro-Händler, die noch aus der „analogen Welt“ kommen würden. „Der Einstieg in den Elektro-Fachhandel ist uns gelungen“, so das Fazit des Ingram-Managers. Für Healthcare erwarten Marktforscher einen jährlichen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro in Europa mit einer Wachstumsrate von 50 Prozent. Fachhändler sollten aufgrund dieser „äußerst dynamischen Entwicklung“ in diesen Wachstumsmarkt investieren. Im Portfolio hat das Unternehmen jetzt den „2net Hub“ von Qualcomm, der einen mobilen und drahtlosen Zugriff auf diverse Gesundheitsdaten bieten soll. „Wir haben auf unserer Messe mehrere Lösungsbereiche installiert, auf denen kein einziger PC aufgebaut ist“, so Schulz.

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