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Dienstag, Dezember 6, 2022
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Devil: Insolvenzverwalter bestellt

Für Devil und COS wurde eine Braunschweiger Kanzlei zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Eine weitere Devil-Schwestergesellschaft hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Devil-Chef Axel Grotjahn: Jetzt wurde der Insolvenzverwalter bestellt
Am vergangenen Freitag bestellte das Amtsgericht Braunschweig am späten Nachmittag den Rechtsanwalt Peter Steuerwald aus Braunschweig zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der COS Handels GmbH und der Devil AG. Mit dem Logistik-Dienstleister First Flash GmbH hat eine weitere Devil-Schwestergesellschaft einen Insolvenzantrag gestellt. Geschäftsführer des Dienstleisters ist Devil-Chef Axel Grotjahn. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde ebenfalls Peter Steuerwald bestellt. Noch keinen Insolvenzantrag haben der Peripherie-Hersteller Red4Power GmbH und die Muttergesellschaft BOD GmbH mit BOD Finance und BOD International abgegeben.

Die Kanzlei von Insolvenzverwalter Steuerwald will nach dem Motto „sanieren statt liquidieren“ handeln. Laut der Firmenwebseite sind die Insolvenzexperten in Niedersachsen „bestens vernetzt“. Mit rund 40 Mitarbeitern zähle man „zu den führenden Kanzleien in dieser Disziplin“. Unterdessen haben die Devil-Vertriebsmitarbeiter ihre Kunden abtelefoniert und mitgeteilt, dass es „mindestens in den nächsten drei Wochen“ keine Warenlieferungen geben werde, wie ChannelObserver aus Handelskreisen erfuhr. 

Devil hatte am Mittwoch vergangene Woche angekündigt, einen Insolvenzantrag stellen zu müssen. „Die Belastungen aus der Vergangenheit haben sich als nicht mehr tragbar erwiesen“, so der Grossist in einer Pressemitteilung. Für einen Ausbau der bisherigen Aktivitäten auf neuer Basis seien „die Gespräche mit Investoren bereits vorangeschritten“, so das Unternehmen weiter (ChannelObserver berichtete). Gespräche hat Devil-Gründer Karsten Hartmann diesbezüglich bereits mit Wortmann-Chef Siegbert Wortmann geführt. Doch wie Siegbert Wortmann gegenüber Heise Resale ausführt, wolle er nicht in bestehende, sondern nur in insolvente Firmen investieren. Das hat er bereits im Fall von Distributor b.com getan. Und könnte dies auch seit Freitag bei Devil und COS tun. Somit bleibt abzuwarten, ob es auch in diesem Fall zu einer Rettung im Rekordtempo kommen wird.

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