-0.3 C
Flensburg
Mittwoch, Januar 21, 2026

Microsoft mit schwachem Windows-Geschäft

Microsoft im Wandel: Der Umsatz mit Windows ging im vergangenen Quartal zweistellig zurück. Cloud-Dienste sind dagegen eine neue lukrative Säule des Konzerns.

Das Wachstum im Cloud-Geschäft mit Diensten aus dem Netz hilft dem Software-Riesen Microsoft durch die Schwäche des PC-Marktes. Der Windows-Konzern verdiente im vergangenen Quartal 4,62 Milliarden Dollar. Das war ein Plus von 1,7 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz sank unterdessen um gut zwölf Prozent auf 20,38 Milliarden Dollar, wie Microsoft am Donnerstag mitteilte. Die Aktie kletterte nachbörslich zeitweise um über acht Prozent. Dabei legte der Umsatz von Microsofts Cloud-Sparte um acht Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar zu. Das Geschäft mit Windows-Software für Personal Computer sowie den hauseigenen Smartphones schrumpfte dagegen um 17 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Die Cloud ist für Microsoft auch deutlich profitabler: Die Sparte fuhr einen operativen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar ein, während es im Windows-Bereich 1,56 Milliarden Dollar waren.

Microsoft brachte im vergangenen Quartal sein neues Betriebssystem Windows 10 auf den Markt. Es konnte die Talfahrt des PC-Marktes bisher nicht stoppen, der Absatz der Notebooks und Desktop-Rechner fiel um mehr als zehn Prozent. Branchenexperten rechnen mit einer leichten Besserung erst im kommenden Jahr. Auch das Geschäft der Sparte, zu der Microsofts Bürosoftware wie Office gehört, sank im vergangenen Quartal um drei Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Zugleich legten auch hier Cloud-basierte Office-Abos deutlich zu. Der Gewinn wurde zusätzlich durch Umbau-Kosten von 1,14 Milliarden Dollar belastet. Microsoft hatte im Juli die zugekaufte Nokia-Handysparte abgeschrieben und den Abbau von rund 7800 Arbeitsplätzen angekündigt. Das Handy-Geschäft hatte Microsoft bereits im Quartal davor einen Verlust von 3,2 Milliarden Dollar eingebrockt, den höchsten in der Firmengeschichte. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Apple greift Adobe und Co mit Abo für Kreativ-Apps an

Apples Geräte werden breit in der Kreativ-Industrie genutzt. Jetzt will der Konzern die starke Position in ein größeres Software-Geschäft ummünzen - mit einem Kampfpreis.

DexxIT und Micron bieten Experten-Sprechstunden auf dem CloudFest an

Der IT-Distributor DexxIT und Speicherhersteller Micron sind auf dem CloudFest 2026 im Europa-Park in Rust vertreten.

Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen Microsoft

Erhebliche Preisanstiege bei Microsoft-Software sorgen für Ermittlungen in der Schweiz. Was prüft die Wettbewerbskommission jetzt genau?