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Donnerstag, August 11, 2022

Acer besetzt neue Geschäftsfelder

Acer besetzt neue Geschäftsfelder: Der Hersteller will sich in Deutschland zum Cloud-Provider entwickeln. Erste Projekte sind bereits gestartet.

Acer-Manager Stefan Tiefenthal im Gespräch mit ChannelObserver
Acer besetzt neben dem klassischen Hardware-Geschäft zunehmend neue Geschäftsfelder. Nur Brancheninsidern dürfte beispielsweise bekannt sein, dass der Hersteller bereits seit dem Jahr 2001 das größte Rechenzentrum Asiens in Taipeh betreibt. Zu den Kunden in Taipeh zählt unter anderem das Internet-Schwergewicht Google. Hier verfügt Acer über eine komplette Cloud-Infrastruktur inklusive entsprechender Billing-Lösungen. In 2014 hatte Acer neue Cloud-Services angekündigt. Die Cloud-Plattform mit dem Namen Build Your Own Cloud (BYOC) richtet sich sowohl an Privatanwender als auch an Geschäftskunden. «Wir werden Dienste wie beispielsweise Datenanalyse oder Hosting künftig auch verstärkt in Deutschland anbieten», kündigt Stefan Tiefenthal, B2B-Chef von Acer, im Gespräch mit ChannelObserver an. Erste Projekte über die Acer-Cloud seien in Deutschland bereits umgesetzt worden. «Wir wollen uns in Deutschland zu einem Cloud- und IoT-Provider entwickeln», führt Tiefenthal aus. Im Februar soll beispielsweise die auf der IFA 2015 vereinbarte Kooperation mit Cittadino und n-tv im Segment Digital Signage in den Markt gebracht werden. Produkt- und Serviceinformationen, Nachrichten und Hardwarelösungen gibt es dann in einem Paket. Die Lösung läuft über die Acer-Cloud in einem Amazon-Rechenzentrum in Frankfurt. «Für die Partner handelt es sich dabei um ein Lösungs-Thema, das unkompliziert vermarktet werden kann. Wir bieten Displays, Rechner, die Cloud, Finanzierung, Endgeräte und den Content aus einer Hand. Das können nicht viele Anbieter leisten», so der B2B-Chef weiter.

Zufrieden zeigte sich Tiefenthal mit dem klassischen Geschäft, das bei Acer keineswegs an Bedeutung verliert: Sehr positiv habe sich Acer mit Monitoren entwickelt. Hier peilt man die Marktführerschaft an. «Mit Monitoren konnten wir sogar das rückläufige PC-Geschäft kompensieren», freut sich Tiefenthal. Eine positive Überraschung seien Windows-Tablets: Der Absatz verdoppelt sich von Monat zu Monat. Und auch im B2B-Notebookgeschäft ist Acer in einem schwierigen Marktumfeld gewachsen. «Wir hatten im Commercial Business keinen Lagerdruck. Im Gesamtjahr haben wir sogar über Plan abgeschlossen», resümiert Tiefenthal. 

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