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Mittwoch, Januar 21, 2026

Jeder Dritte befürchtet Arbeitsplatz-Verlust durch KI

Inzwischen nutzen viele Menschen Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz für lästige oder schwierige Aufgaben. Manch einer sich jedoch, ob die Technologie ihn demnächst überflüssig machen könnte.

Rund jeder dritte Bundesbürger hat die Sorge, seinen Arbeitsplatz durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zu verlieren. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigten sich 34 Prozent der Deutschen diesbezüglich besorgt, 62 Prozent treibt eine solche Sorge nicht um. Fünf Prozent der Befragten trauten sich in der Frage keine Einschätzung zu. An der repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nahmen Mitte August 2.175 Wahlberechtigte teil.

Menschen mit geringer Bildung stärker besorgt

Große Unterschiede zwischen den Anhängern der verschiedenen im Bundestag vertretenen Parteien förderte die Befragung nicht zutage. Wer bei der zurückliegenden Bundestagswahl AfD, BSW oder Linke gewählt hat, zeigt sich tendenziell etwas besorgter über einen KI-bedingten Verlust des eigenen Jobs als andere. Wähler der Grünen und der FDP äußern diese Sorge etwas seltener als der Durchschnitt. Bundesweit befürchten Deutsche, die in Städten wohnen sowie Menschen mit niedrigem Bildungsstand eher, ihre Arbeit könnte künftig ganz oder teilweise von einer KI erledigt werden.

Laut einer im Juni veröffentlichten Untersuchung des Ifo-Instituts gehen rund 27 Prozent der Unternehmen in Deutschland davon aus, dass KI in den kommenden fünf Jahren zum Abbau von Stellen führen wird. Rund fünf Prozent der Unternehmen rechnen demnach mit zusätzlichen Jobs durch KI, zwei Drittel erwarten keine Veränderung.

KI-Modelle können heute schon deutlich mehr

Seitdem das US-Unternehmen Open AI im November 2022 mit ChatGPT sein erstes dialogfähiges Sprachmodell veröffentlicht hat, hat die Entwicklung von KI-Modellen enorme Fortschritte gemacht. Verbesserte Fähigkeiten gab es bei den seither vorgestellten KI-Modellen verschiedener Unternehmen und Entwickler unter anderem was Logik, Effizienz, Skalierbarkeit sowie die gleichzeitige Verarbeitung von Text, Bildern, Audio, Video und anderen Formaten betrifft. Vor allem in Europa stehen inzwischen auch Fragen von Sicherheit und Datenschutz im Vordergrund. (dpa)

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