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Montag, Januar 26, 2026

Telekom will Glasfaser in alle Wohnungen bringen

Die Telekom investiert Milliarden in den Glasfaserausbau. Warum die Quote der Vertragsabschlüsse in Mehrfamilienhäusern trotzdem niedrig ist und welche Strategie das ändern soll.

Die Deutsche Telekom möchte beim Glasfaserausbau mit verschiedenen Maßnahmen dafür sorgen, dass mehr Kunden den vorhandenen superschnellen Internetanschluss auch tatsächlich buchen. In Ausbaugebieten mit Mehrfamilienhäusern liege die Quote der Kunden, die ein Glasfaservertrag abschließen, derzeit nur bei rund 10 Prozent, sagte Rodrigo Diehl, Vorstand für das Deutschlandgeschäft der Telekom, beim Netzetag seines Unternehmens in Berlin.

In Gegenden mit Einfamilienhäusern schließe dagegen rund jeder Dritte einen Glasfaservertrag ab, betonte Diehl. «Das ist eine gute Quote.» Die unterschiedlichen Vertragsquoten lägen nicht daran, dass Menschen in den Einfamilienhäusern Internet haben wollten und in den größeren Wohneinheiten nicht. «Es einfach schwer ist, in die Mehrfamilienhäuser reinzukommen, um Glasfaserleitungen zu verlegen. Da müssen wir besser werden.»

Mehr Kunden als je zuvor sollen Glasfaser buchen

Beim Glasfaserausbau in Deutschland habe die Telekom eine Rekordsumme investiert, allein 28 Milliarden in den jüngsten fünf Jahren, betonte Diehl. «Noch wichtiger ist für uns aber, dass jetzt mehr Kunden als je zuvor Glasfaser buchen.» Für das Jahr 2027 habe man sich vorgenommen, eine Million neue Glasfaser-Kunden zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, werde man künftig bei Mehrfamilienhäusern gleich zu Beginn sämtliche Wohneinheiten mit dem Netz verbinden, egal ob ein Vertrag vorliege oder nicht. Damit könnten Aufschaltung künftig in Sekunden erfolgen und nicht mit wochenlangen Wartezeiten.

Ändern möchte die Deutsche Telekom auch das Vertriebskonzept. Vertriebsmitarbeiter der Telekom würden künftig nicht nur in den Shops auf Kundschaft warten. «Wir müssen auch zu den Kunden gehen.» Dafür werde man rund 200 neue Mitarbeiter einstellen. (dpa)

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