Preiskampf im PC-Markt

Schwierige Situation im deutschen PC-Markt: Die Nachfrage ist schwach, im Channel gibt es hohe Lagerbestände. Zudem liefern sich zwei Hersteller einen erbitterten Preiskampf.

Schwierige Situation auf dem deutschen PC-Markt: Der Absatz von Desktops und Notebooks ging in diesem Jahr bislang um rund 20 Prozent zurück, wie von den Herstellern zu hören war. Im Channel gibt es derzeit hohe Lagerbestände. «Die Lager sind voll», bestätigt der Vertriebschef eines Herstellers gegenüber ChannelObserver. Die Lagerreichweite bei den großen Anbietern soll bei rund sieben Monaten liegen. Die Lagerreichweite gibt an, wie lange der Lagerbestand ausreicht, um den Bedarf der Nachfrager zu decken. Besonders problematisch sei derzeit der Abverkauf von Desktops. Die durchschnittlichen Verkaufspreise sollen bei einigen PC-Herstellern bereits um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen sein. Besonders HP und Lenovo würden sich derzeit einen Preiskampf liefern, wie uns Branchenexperten berichten.

Auch Ernesto Schmutter, Deutschland-Chef von Broadliner Ingram Micro, sprach auf der Hausmesse IM.TOP davon, dass der Bereich Client Computing derzeit «schwierig» sei. «In der Tat muss sich die Branche jetzt mit Lagerbeständen auseinandersetzen. Bis September könnte die Situation angespannt bleiben», betont Schmutter gegenüber ChannelObserver. Als Grund für den Einbruch wird neben der allgemeinen Kaufzurückhaltung der starke Dollar angeführt. «Darüber hinaus gibt es derzeit keine technologische Killerapplikation, für die sich ein Aufpreis für die Geräte lohnen würde», ergänzt Schmutter. Zudem seien die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute zum Jahresende 2014 viel zu optimistisch gewesen. 

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