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Freitag, Januar 30, 2026

Nokia verdient trotz höherem Umsatz weniger

Der Netzwerkausrüster Nokia hat den Umsatz im vierten Quartal gesteigert, operativ aber weniger verdient.

Der Netzwerkausrüster Nokia hat den Umsatz im vierten Quartal gesteigert, operativ aber weniger verdient. Das Unternehmen profitierte dabei weiter von der Nachfrage nach Netzwerkinfrastruktur für die Anbindung von KI-Rechenzentren. Der Umsatz stieg im vierten Quartal organisch, sprich bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekt, um drei Prozent auf 6,13 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Espoo mitteilte. An der Börse gab die Aktie deutlich nach. Zuletzt notierte die Aktie fast vier Prozent im Minus. Analysten begründeten die Verluste mit dem enttäuschenden Ausblick für die Netzwerkinfrastruktur. Die Quartalszahlen seien dagegen gut gewesen.

Im wichtigen Segment Netzinfrastruktur stieg der Umsatz organisch um sieben Prozent. Für 2026 erwartet Nokia hier ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent entsprechend dem langfristigen durchschnittlichen jährlichen Wachstumsziel. Im Bereich Mobilfunknetze stiegen die Erlöse im Quartal um sechs Prozent. In den Bereichen Cloud und Technology waren die Umsätze indessen rückläufig.

Der bereinigte operative Gewinn sank im Quartal um drei Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Dies liegt jedoch im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich verdiente Nokia ein Drittel weniger. Das Unternehmen strafft derzeit sein Geschäft und richtet es noch stärker auf KI aus.

Für das erste Quartal erwartet das Management einen etwas stärkeren Umsatzrückgang als saisonal üblich, wobei die operative Marge nur geringfügig über dem Vorjahresniveau liegen dürfte.

Für 2026 geht Nokia von einem bereinigten operativen Konzerngewinn zwischen 2 und 2,5 Milliarden Euro aus. Im vergangenen Jahr wurden hier 2 Milliarden Euro verbucht. (dpa)

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