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Samstag, Februar 7, 2026

KI-Boom treibt Geschäft von Lenovo an

Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo profitiert vom KI-Boom in den Rechenzentren.

Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo profitiert vom KI-Boom in den Rechenzentren. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz der Infrastruktur-Sparte des chinesischen Konzerns im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf 3,2 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro). Auch die Zahlen der PC-Sparte signalisieren eine Erholung des Marktes, der nach explosivem Wachstum in der Corona-Pandemie abgesackt war.

Lenovo und andere PC-Hersteller setzen darauf, dass der Austausch der zu Corona-Zeiten gekauften Notebooks durch neuere Geräte allmählich näher rückt. Zu Beginn der Pandemie legten sich Unternehmen und Verbraucher im Rekordtempo Laptops zu, um von zu Hause arbeiten und lernen zu können. Ob genauso viele Ersatzgeräte angeschafft werden, ist bisher eine offene Frage.

«KI-PCs» auf dem Vormarsch

Der Windows-Konzern Microsoft und Computer-Hersteller wie Lenovo hatten Mitte Juni erste neue PC-Modelle auf den Markt gebracht, die besonders gut auf den Einsatz von Software mit Künstlicher Intelligenz geeignet sein sollen. Die Branche geht davon aus, das in einigen Jahren solche «KI-PCs» den Großteil der verkauften Geräte ausmachen werden. Auf das Geschäft im vergangenen Quartal hatte die Geräteklasse noch kaum Einfluss.

Der Umsatz der PC-Sparte stieg aber dennoch um rund zehn Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar. In Deutschland, wo vom Konzern auch Geräte der Marke Medion kommen, ging das Geschäft mit Verbrauchern erneut zurück. Die Konsumenten warteten weiter auf Neuerungen, sagte Lenovo-Manager Mirco Krebs. Die Nachfrage von Unternehmen wächst hingegen weiter.

Weltweit baute Lenovo nach Berechnungen der Analysefirma IDC mit 17,4 Millionen verkauften PCs und einem Marktanteil von fast 23 Prozent den Vorsprung vor HP und Dell aus. Konzernweit stieg der Lenovo-Umsatz um ein Fünftel auf 15,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 38 Prozent auf 243 Millionen Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. (dpa)

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