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Mittwoch, Februar 28, 2024

Bericht: Whitman als Uber-CEO abgelehnt

Offensichtlich war es mit dem Treueschwur nicht weit her: HPE-Chefin Meg Whitman galt noch bis zum Wochenende als Favorit auf den Chefposten bei Uber. Doch dann änderte sich die Lage.

Der Fahrdienstvermittler Uber hat einen Ersatz für seinen umstrittenen Firmen-Mitgründer Travis Kalanick gefunden. Expedia-Chef Dara Khosrowshahi soll Berichten zufolge künftig das Start-up führen. Das habe der Uber-Verwaltungsrat entschieden, berichteten US-Medien am späten Sonntagabend. Khosrowshahi muss offiziell noch zustimmen. Uber-Mitgründer Travis Kalanick war im Juni nach einer Reihe von Skandalen auf Drängen von Investoren zurückgetreten. Machtkämpfe im Verwaltungsrat erschwerten die Suche nach einem Nachfolger. Uber war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zuletzt galt Hewlett Packard-Chefin Meg Whitman als Favorit auf den Posten. Am Sonntag habe sich die Angelegenheit bei Diskussionen jedoch geändert, meldete die «New York Times». Whitman habe sich mit dem Verwaltungsrat nicht auf die Konditionen für den Chefposten bei Uber einigen können, berichtet das Blatt weiter. Das steht in Widerspruch zu dem Dementi, das die HPE-Chefin noch vor einem Monate abgegeben hatte, als sie in Zusammenhang mit dem Posten als Uber-CEO genannt wurde: «Normalerweise äußere ich mich nicht zu Spekulationen. Aber in diesem Fall möchte ich doch klarstellen: Ich bekenne mich zu HPE und werde weiterhin als CEO fungieren«, twitterte die Top-Managerin damals.

Ein weiterer Mitfavorit nahm sich selbst aus dem Rennen: Der langjährige GE-Chef Jeffrey Immelt zog seine Kandidatur am Sonntag zurück. Immelt galt als Favorit von Kalanick, konnte aber nur wenige Stimmen im Verwaltungsrat auf sich vereinen. Mit einem Marktwert von 70 Milliarden Dollar gilt Uber als das wertvollste Start-up der Welt. Die Investoren waren allerdings besorgt über die chaotischen Verhältnisse in der Chef-Etage in der Ära Kalanick. Kritisiert wurden etwa unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung von Frauen, sexuelle Übergriffe und ein Rechtsstreit um Technologie für selbstfahrende Autos mit der Google-Mutter Alphabet. Angesichts der Skandale bangen die Geldgeber nun um den Wert ihrer Investitionen. (mit Material der dpa)

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