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Mittwoch, November 30, 2022

Kritik am Bundesportal für Haushaltshilfen

An der geplanten Online-Plattform der Bundesregierung zur Vermittlung von Haushaltshilfen regt sich Kritik. Dies würde Start-ups gefährden und in den Wettbewerb eingreifen.

Kritik am Bundesportal für Haushaltshilfen
Die Bundesregierung plant, eine Internetplattform zur Vermittlung von Haushaltshilfen aufzubauen und finanziell zu unterstützen. Der Branchenverband Bitkom hat diese Pläne jetzt scharf kritisiert: „Aktuell gibt es mehrere Start-ups, die entsprechende Angebote machen – und denen es gelungen ist, Investoren für ihre Projekte zu gewinnen. Eine aus Steuermitteln finanzierte bundeseigene Plattform würde hier in einen gerade wachsenden Markt eingreifen“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Wir freuen uns, wenn Bund, Länder und öffentliche Verwaltung Angebote für die Bürger im Internet machen, aber dabei muss immer der Grundsatz gelten: Leistungen, die privatwirtschaftlich durch Unternehmen im Wettbewerb erbracht werden können, sollten nicht durch Steuermittel finanziert werden.“

Verschiedene Start-ups vermitteln im Internet derzeit Reinigungskräfte oder Haushaltshilfen für Privathaushalte. Online können Wunschtermine, Dauer und Sonderleistungen wie Backofenreinigung einmalig oder für regelmäßige Termine gebucht werden. Die Online-Plattformen vermitteln dann entsprechende Kräfte zu Stundensätzen von in der Regel zwischen 10 und 15 Euro. „Verschiedene Anbieter versuchen im Wettbewerb, das attraktivste Angebot für die Kunden, aber auch für die Anbieter solcher Dienstleistungen zu machen. Ein öffentlich gefördertes Bundesprojekt ist völlig überflüssig“, so Rohleder weiter.

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