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Sonntag, November 27, 2022

COS zeigt Selbstbewusstsein

COS-Chef Werner Dao tritt selbstbewusst auf. Der Distributor setzt auf Spezial- und Trend-Themen wie Sicherheitstechnologie und 3D-Drucker und will Altkunden zurückerobern.

Mit 3-D-Druckern will Werner T. Dao, Geschäftsführer COS Computer GmbH, das Distributionsgeschäft weiter ankurbeln (Foto: Wolfgang Kühn)
«Wir haben keinen Grund, zurückzublicken», gibt sich Werner Dao selbstbewusst. Schließlich trage die COS Computer GmbH «ganz wesentlich zum Konzernwachstum bei.» In welcher Größenordnung, darüber will er nicht sprechen. Aber, so viel verrät Dao im Gespräch mit ChannelObserver, «das ist ein ordentlicher Beitrag». Immerhin ist der Geschäftsführer froh, dass im Juli 2013 der Aachener Volumendistributor Api den insolventen Grossisten aus dem hessischen Pohlheim übernommen hat. «Es hätte nicht besser kommen können. Wir können uns innerhalb des Konzerns frei entwickeln.» Dies sei auch nicht dadurch eingeschränkt, dass ihm mit dem erfahrenen Api-Manager Christoph Runge ein zweiter Geschäftsführer zur Seite gestellt wurde. Im Gegenteil: «Christoph hat eine wichtige Brückenfunktion zwischen COS und der Konzerngesellschaft Api.» Ohnehin profitiere die COS in allen Belangen von der Zugehörigkeit zur Api. So könne der Pohlheimer Distributor auf das gesamte Produktangebot in Aachen zugreifen. Dazu gehöre auch die Api-Kernkompetenz bei Projekten mit Produkten und Lösungen von Fujitsu.

Gleichwohl muss sich Dao auch noch nach fast zwei Jahren um viele Altkunden bemühen, um sie davon zu überzeugen, dass die neue COS mit ihren derzeit 30 Mitarbeitern nichts mehr gemein habe mit der alten COS. «Wir erobern immer mehr Altkunden zurück, verfügen momentan über gut 4.500 Bestandskunden. Und es werden ständig mehr.» Trotz der Einbindung in den Konzern gebe es «nur eine geringe Überschneidung» mit den Api-Kunden. Dao beziffert die Quote auf «weniger als 17 Prozent.» Das liege vor allem am Kundenfokus, der sich bei der COS in der Hauptsache aus Systemhäusern und VARs zusammensetze. Dementsprechend forciere die COS das Geschäft in «Spezial- und Trend-Themen.» Dazu zählt Dao nicht nur Netzwerktechnologie und IP-Telefonie, sondern auch Sicherheitstechnologie. «Hier sind wir noch in Planung, aber werden bald komplette Systeme anbieten können.» Erste Produkte wie Überwachungskameras präsentierte COS bereits während der CeBIT.

Einen deutlichen Schritt weiter ist der Grossist auf dem Produktfeld der 3D-Drucker. Am Messestand konnten sich die Besucher über die Möglichkeiten informieren, die in dieser Technologie stecken. In diesem Fall mit einem Drucker von Inno3D. «Für uns», so Dao, «ist das ein Thema, das enorme Chancen bietet.» Wobei er diese Produkte überwiegend in professionellen Anwendungsbereichen sieht, beispielsweise in der Forschung, Entwicklung und speziell in der Fertigung. «Das ist kein Spielzeug, sondern ein enormer technologischer Fortschritt.» Und daran will COS teilhaben.

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