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Donnerstag, Februar 5, 2026

Context warnt vor PC-Preissteigerungen

Eine zunehmende Verlagerung der globalen Fertigungskapazitäten in Richtung AI-Infrastruktur führt zu einer Verknappung zentraler IT-Komponenten in Europa. Marktanalysen zeigen steigende Kosten für Speicher und Storage sowie absehbare Auswirkungen auf die PC-Systempreise.

Eine strukturelle Verschiebung in der globalen Produktion hin zu AI-Rechenzentrumsinfrastruktur reduziert aktuell die Verfügbarkeit zentraler Komponenten für Consumer-PCs. Laut aktuellen Context-Marktanalysen steigen dadurch die Kosten entlang des europäischen ITK-Channels. Weitere Preissteigerungen im Jahresverlauf gelten als wahrscheinlich.

«Hersteller priorisieren die Produktion für AI-Rechenzentrumsinfrastruktur und verlagern Kapazitäten von Consumer-Speicher und Storage hin zu High-Bandwidth-Memory und fortschrittlichen Storage-Technologien für großskalige AI-Workloads», so Context-Analyst James Bates. «Da neue Fertigungsanlagen typischerweise mehr als zwei Jahre benötigen, um produktiv zu werden, kann das Angebot derzeit nicht mit der Nachfrage Schritt halten. Aktuelle Geschäftszahlen großer Storage-Anbieter verdeutlichen die Dimension dieser Verschiebung, da AI-getriebene Umsätze stark wachsen und die Lagerbestände voraussichtlich bis weit in das Jahr 2026 hinein begrenzt bleiben.»

Preisdaten für Komponenten zeigen eine deutliche Eskalation der Situation in Europa. In einzelnen Ländern haben sich die Kosten für Arbeitsspeicher innerhalb eines Quartals mehr als verdoppelt. Auch Consumer-SSDs verteuerten sich deutlich.

Auswirkungen auf die Preise fertiger PC-Systeme sind bereits sichtbar, jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Desktop-Systeme verzeichneten zuerst Preissteigerungen. Der durchschnittliche Distributionsverkaufspreis in Europa stieg von 560 Euro Anfang 2025 auf 609 Euro zu Beginn des Jahres 2026. Notebookpreise gaben hingegen temporär nach und sanken von 768 Euro auf 728 Euro. Ursache ist der Abverkauf von Lagerbeständen, die noch vor dem Anstieg der Komponentenpreise beschafft wurden.

Mit dem Abbau dieser Bestände wird erwartet, dass sich Notebookpreise an die Entwicklung bei Desktop-Systemen angleichen. Context geht davon aus, dass steigende Komponentenpreise, begrenzte Verfügbarkeit bestimmter Konfigurationen sowie zunehmende CPU-Lieferengpässe ab dem zweiten Quartal 2026 die Produktverfügbarkeit weiter einschränken und die Preisvolatilität erhöhen werden.

«Das erste Quartal 2026 stellt eine kurze Phase relativer Stabilität dar, bevor sich der Druck deutlich erhöht», sagte James Bates. «Sobald Altbestände aufgebraucht sind, werden höhere Komponentenpreise unvermeidbar sein. Händler, die frühzeitig Lagerbestände sichern und den Mehrwert von Upgrades klar kommunizieren, werden besser positioniert sein, wenn sich die Marktpreise neu ausrichten.»

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