15.7 C
Flensburg
Dienstag, Mai 17, 2022

Rückschlag für Amazon im Ringen um Pentagon-Auftrag

Amazon hat im Ringen um einen an Microsoft vergebenen Cloud-Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums einen Rückschlag erlitten.

Amazon hat im Ringen um einen an Microsoft vergebenen Cloud-Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums einen Rückschlag erlitten. Die interne Kontrollbehörde des Pentagons hat in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung keine formellen Fehler bei der Auftragsvergabe festgestellt. Die Vergabe sei «in Einklang mit anwendbarem Recht» erfolgt. Die Behörde räumte aber ein, dass der Vorwurf einer politischen Einflussnahme nicht abschließend geprüft werden konnte, weil sich das Weiße Haus auf Geheimhaltungsprivilegien des Präsidenten berufen habe. Amazon ist der Ansicht, den Auftrag im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar wegen unzulässigen Drucks von Präsident Donald Trump nicht bekommen zu haben. Trump hat den Konzern immer wieder offen kritisiert. Amazon-Chef Jeff Bezos gehört die Zeitung «Washington Post», die Trump immer wieder ein Dorn im Auge ist. Im Bericht der Kontrollbehörde hieß es nun, der Vorwurf habe wegen der fehlenden Kooperation des Weißen Hauses «nicht abschließend bewertet» werden können. Allerdings gebe es keine Hinweise darauf, dass die mit der Vergabe befassten Beamten im Pentagon beeinflusst worden seien.

Das Verteidigungsministerium begrüßte den Bericht und erklärte, damit sollte der Streit um den Auftrag ein Ende haben, damit die «Kämpfer an der Front» endlich von den nötigen Cloud-Diensten unterstützt werden könnten. Amazons Web-Plattform AWS ist im lukrativen Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet klarer Marktführer und hatte lange als Favorit für den Auftrag gegolten. (dpa)

Verwandte Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Share and Like

1,507FollowerFolgen

Neueste Artikel

SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner

SAP-Mitgründer Plattner will erneut Aufsichtsratsvorsitzender werden

Seit 50 Jahren mischt Hasso Plattner beim Walldorfer Softwarekonzern SAP mit. Seit 2003 ist der 78-jährige Mitgründer schon Vorsitzender des Aufsichtsrats. Jetzt will er ein letztes Mal antreten - trotz Kritik.