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Samstag, Juni 25, 2022

Nokia steigt in das Server-Geschäft ein

Nokia steigt in den Markt für Cloud-Infrastruktur ein und kündigt eigene Server an. Die auf Intel-CPUs basierenden Airframes sind auch außerhalb der Telco-Branche einsetzbar.

Airframe-Rack von Nokia
Nokia weitet sein Geschäft aus und steigt in den Markt für Cloud-Infrastruktur rund um Server, Switches und Storage ein: Die Telekom-Unternehmen bekommen bei dem finnischen Konzern künftig auch speziell angepasste Server für ihre Netze. Konventionelle Computer-Hardware sei nicht ausreichend auf den Einsatz bei Netzbetreibern zugeschnitten, sagte Nokia-Manager Phil Twist zur Erklärung der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Technologie mit dem Namen Airframe basiert auf Intel-CPUs und soll den Telcos helfen, die rapide steigenden Datenmengen zu bewältigen. Die Idee dabei ist, die nötige Rechenarbeit von den jeweiligen Übertragungs-Standorten abzuziehen und in der Cloud zu zentralisieren. Das werde die Netze flexibler machen und sei eine wichtige Voraussetzung für die Einführung der nächsten schnellen Datenfunk-Generation 5G, für die die Airframe-Lösungen bereits ausgelegt seien. Die Nokia-Server können dabei auch mit der Netzwerk-Technik von konkurrierenden Anbietern zusammenspielen. Außerdem könnte Nokia mit der Zeit generell zu einem Ausrüster von Rechenzentren werden: Die Server seien auch außerhalb der Telekom-Branche einsetzbar, betont Twist.

Airframe werde voraussichtlich im Schlussquartal dieses Jahres verfügbar sein, kündigte Nokia am Montag an. Genaue Details zur Ausstattung der Geräte wurden allerdings noch nicht genannt. Nokia konzentriert sich nach dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft auf das Geschäft als Netzwerk-Ausrüster und will mit dem Kauf des Konkurrenten Alcatel-Lucent zur Nummer eins in der Branche aufsteigen. (mit Material der dpa)

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