IT-Branche vor CeBIT-Start zuversichtlich

Die CeBIT-Veranstalter schwelgen schon vor dem Start der IT-Messe in Superlativen. Aus dem Partnerland China kommt ein Rekordkontingent. Der Branche gehe es so gut wie seit langem nicht.

Sechs Wochen vor dem Start der weltgrößten Computermesse CeBIT (16.-20. März) gibt sich die Branche zuversichtlich. «So gut wie im letzten Halbjahr ging es der Branche schon lange nicht mehr», sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf am Mittwoch in Hannover. Wachstumstreiber seien Service und Software, so der Chef des IT-Branchenverbands. «Wir haben große Zuversicht quer über die Branche hinweg zum Jahresauftakt.» 68 Prozent der Firmen gehen von einer steigenden Zahl der Vollzeit-Stellen aus. Kempf: «Wir werden unserer Rolle als Job-Motor auch im Jahr 2015 gerecht werden.» Allerdings bremse der Fachkräftemangel die Branche aus.

Mehr als 600 Firmen aus dem diesjährigen Partnerland China werden zur weltgrößten Leistungsschau für IT und Digitalisierung erwartet, ein neuer Rekord, wie Chinas Botschafter Mingde Shi betonte. Die bilateralen Beziehungen sei so gut wie nie zuvor. «China wird das wichtigste und stärkste Partnerland aller Zeiten sein», sagte der für die CeBIT zuständige Vorstand der Deutschen Messe AG, Oliver Frese. Zur Eröffnung wird neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch der Gründer des chinesischen Internet-Konzerns Alibaba, Jack Ma, erwartet. China gilt als eine der weltweit am stärksten wachsenden Nationen im Bereich Informationstechnik und Telekommunikation. Messemotto ist das Kunstwort «d!conomy»; es soll als übergeordnetes Thema andeuten, wie stark sich digitale Trend-Technologien wie Social Media, Cloud Computing oder Datensicherheit miteinander verzahnen und auf Wirtschaft und Gesellschaft einwirken. «Die CeBIT wird zur Heimat des Internets der Dinge werden», sagte Frese mit Blick auf den rasanten Einzug der IT in alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Durchdringung soll im Zentrum der CeBIT stehen.

Mit der im Vorjahr eingeleiteten Neuausrichtung der CeBIT als Business-Messe hätten die Veranstalter den Nerv der Branche getroffen, sagte Frese. Unternehmen wie Minolta und Alcatel Lucent seien wieder zurückgekehrt. Erstmals dabei sein wird der amerikanische Elektroauto Hersteller Tesla. Die Messe werde bei der Zahl der Aussteller sowie bei der Fläche wachsen. Auf der CeBIT soll es für den Mittelstand und kleinere Start-ups Möglichkeiten für Kooperationen geben. Beibehalten werden soll die im Vorjahr erfolgreich eingeführte Vortragsserie mit prominenten Vertretern der Branche. (dpa)

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