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Dienstag, Juni 28, 2022

Fujitsu: Neue Cloud-Angebote und Bekenntnis zum PC-Geschäft

Auf seinem Forum stellte Fujitsu neue Cloud-Angebote vor und kündigte die Übernahme von UshareSoft an. Doch auch die traditionellen Bereiche bleiben für die Partner wichtig, wie uns Jörg Brünig berichtet.

Fujitsu-Manager Jörg Brünig im Gespräch mit ChannelObserver
Zu den großen Ankündigungen, die Vice President und EMEIA-Chef Duncan Tait zur Eröffnung des Fujitsu Forums 2015 machte, gehört die Digitalisierungs-Plattform MetaArc. Diese soll eine Art Brückenschlag zu einer Reihe neuer Entwicklungen wie Big Data, Mobility oder dem Internet der Dinge (IOT) bilden. MetaArc soll in Europa als Private-Cloud-Lösung angeboten werden, so Tait. Eine andere Ankündigung des Europa-, Asien- und Afrikachefs ist die Übernahme von UshareSoft zur Stärkung des eigenen Cloud-Angebots. Das 2008 gegründete französische Unternehmen gilt als Spezialist für Multi-Cloud-Umgebungen und entsprechenden Automatisierungsmechanismen.   

Wie andere Unternehmen der ITK-Branche muss sich auch Fujitsu 80 Jahre nach der Gründung als einstiger Telefonzulieferer ständig nach neuen Geschäftsfeldern umsehen. Die PC-Fertigung in Augsburg in einem der modernsten Werke Europas ist davon aber nicht berührt und beeindruckt nicht nur Kunden und Partner, sondern auch die hohe Politik. Wie Channel-Chef Jörg Brünig sagt, habe Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel von sich aus eine Keynote angeboten. Das Thema und der Titel seiner Ansprache «Digitale Transformation: Chancen und Möglichkeiten für mehr Wohlstand, eine verbesserte Lebensqualität und eine nachhaltige Entwicklung» bewegt derzeit viele Beschäftigte in der IT-Industrie und passt auch zum Veranstaltungsmotto des Forums «Human Centric Innovation in Action».

Zur Frage, ob Fujitsu als Nummer 10 der weltweit größten PC-Hersteller laut der jüngsten IDC-Vorhersage einer der zwei Anbieter sein wird, die den Markt verlassen werden, hat sich bereits EMEIA-Produktchef Michael Keegandahingehend geäußert, dass man dem PC-Business treu bleiben werde. Wie Brünig es im Gespräch mit ChannelObserver ausdrückt, würden die Probleme im PC-Markt auch vielfach herbeigeredet. «Die es in den Wald hineinrufen, werden wahrscheinlich die ersten Anbieter sein, die ihn verlassen werden», so der Channel-Chef. Die vielfach verzweifelt erscheinende Suche mancher Wettbewerber nach neuen Geschäftsfeldern bezeichnet er als «operative Hektik». Gleichwohl wolle FTS die Partner natürlich auch mitnehmen auf dem Weg zu neuen Aufgaben und Wachstumsfeldern, insbesondere im Bereich Informationssicherheit und Security. Wichtig ist für den Channel-Chef aber zu betonen, dass man den Partnern entsprechende Mittel an die Hand geben müsse, wie sie dahin gelangen können. Zu den Zielen von Fujitsu gehöre seit längerem die Entwicklung von Infrastruktur-Lösungen. Dazu gehörten auch Workstations mit FTS als Marktführer und einem von zwei verbleibenden Herstellern in dem Bereich. Das Monitorgeschäft sei mit 19 Prozent Wachstum und «sehr guten Margen» immer noch hoch profitabel.

Was die angekündigte PC-Auftragsfertigung in Augsburg angehe, sei dies für die meisten IT-Fachhändler, die sich eine eigene Marke aufbauen wollten, kaum interessant, weil die Umsätze in der Assemblierung stetig zurückgingen und sich diese an vielen Stellen als «notleidendes Geschäft» erweise. Gerade weil der Mittelstand mittlerweile globalisiert einkaufe, könnten Eigenassemblierer hier meist nicht mehr mithalten. Daher biete FTS seit vielen Jahren das Service-Partnerkonzept für Assemblierer an. Fujitsu selbst werbe mit «Made in Germany» und stelle sich als starker Partner von der Api Computerhandels GmbH auf, die mit Assemblierung groß geworden sei und mit der man gemeinsam in dem Bereich wachse. Brünings Ziel ist es, die Zahl der Servicepartner von ursprünglich 1.200 auf mindestens 1.500 bis 2.000 zu bringen, weil man so auch die Eigenassemblierer einbeziehen könnte. Derzeit zählt er 1.350 Servicepartner und 750 Select Expert Partner sowie 240 Bonus Partner und 8.000 kaufende Systemhäuser. Hinzu kämen fünf Distributoren, sechs Corporate Partner und sechs Select Circle (oder Datacenter) Partner. Damit sei Fujitsu sehr gut aufgestellt, so Brünig. 

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